Mittwoch, 9. November 2016

Schwarzwald: Winterneuigkeiten im Kinzigtal

Schwarzwald: Neues im Kinzigtal
 

Bild: © 2016 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, 
Inc. /Artists Rights Society (ARS), New York

Ausstellung in Schramberg: Glücksmomente aus dem Automaten
X-Box, elektronische Spiele für das Smartphone oder LCD-Spielekonsolen – das sind die Spielgeräte des „homo ludens“ heute. Wie sich der „spielerische Mensch“ in früheren Jahren sein Glückserlebnis sicherte, zeigt die Ausstellung „Für bare Münze Glück und Schokolade“ in Schramberg. Hier geht es nicht darum, sich die nächste Superwaffe und das nächste Level zu erkämpfen – damals ließen sich die Spielautomaten noch durch Rütteln irritieren. „Hand anlegen, selber spielen“ heißt es deshalb an einigen der mehr als 60 Spielautomaten aus den 1950er- bis in die 1970er-Jahre in der Auto- und Uhrenwelt in Schramberg. Neben Flipper, Tischkicker, einarmigen Banditen und Pac Man Maschinen gibt es auch Jukeboxen, Parfüm-und Strumpfautomaten, eine Zigarettenschleuder oder einfache Geldspielautomaten.
Der Ausstellungstitel „Für bare Münze Glück und Schokolade“ würdigt die Erfindung des Kölner Schokoladenfabrikanten Ludwig Stollwerck, der 1887 die ersten Automaten zur Ausgabe von Schokolade entwickelte. Die Ausstellung dauert bis 8. Januar 2017 und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ab 16 Jahre kostet 6 Euro, für Kinder ab sechs 4,50 Euro, eine Familienkarte 17 Euro. Weitere Infos unter Tel. 07422 29300, www.auto-und-uhrenwelt.de.
Andy Warhol schmückt das Adventskalenderhaus in Gengenbach
Das Gengenbacher Rathaus wird am 30. November wieder zum „Adventskalenderhaus“. Tag für Tag öffnet sich ein neues „Türchen“ – bis an Weihnachten alle 24 Fenster über den Adventsmarkt des historischen Fachwerkstädtchens leuchten. In diesem Jahr zeigen sie kolorierte Zeichnungen von Andy Warhol aus den 50er-Jahren. Seine wundersamen Wesen zwischen Engel und Amor, Grafiken von Tieren, Blumen, Schuhen oder Akrobaten sind dann bis zum 8. Januar 2017 am Rathaus zu sehen. Auch in diesem Jahr dürften sich wieder mehr als 100.000 Besucher von der Szenerie rund um den Marktbrunnen begeistern lassen.

Das benachbarte Museum im Haus Löwenberg zeigt die korrespondierende Ausstellung „Deutsche Ikonen“ aus der Sammlung Frieder Burda. So wird auch die zentrale Rolle von Massenmedien für den Ruf des Pop Art-Künstlers Warhol (1928-1987) deutlich. In der Gengenbacher Ausstellung sind Warhols Arbeiten für Illustrierte wie Life oder Vogue und Portraits Prominenter von Beethoven über Goethe bis zu Beuys sowie Portraits der Burda-Familie zu sehen. Die Ausstellung ist vom 26. November 2016 bis 15. Januar 2017 dienstags bis freitags von 10 – 12 Uhr und von 14 – 17 Uhr geöffnet. An Wochenenden und Feiertagen von 13 – 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Kinder die Hälfte. Eine Familienkarte gibt es für 12 Euro. Mehr Infos unter www.gengenbach.info und www.museum-haus-loewenberg.de.

Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte im Kinzigtal
Eine 27 Meter hohe Kerze leuchtet über dem Weihnachtsmarkt in Biberach, Mini-Tannenbäume schmücken die Häuser von Zell, in Hausach bilden Hunderte illuminierter Tannenbäume einen Adventswald mitten in der Stadt. In Gengenbach öffnet sich jeden Abend ein weiteres Fenster am Adventskalenderhaus mit einem Warhol-Motiv. Am 2. Dezemberwochenende lädt das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof zum Weihnachtsmarkt inmitten der jahrhundertealten Schwarzwaldhöfe ein. Winterliche Bräuche wie das „zum Licht gehen“ in Nordrach am 9. Dezember, der Nikolausbesuch an der lebenden Krippe in Haslach oder die Umzüge der Klausebigger, Biggeresel und Pelzmärtel um den 6. Dezember prägen die vorweihnachtliche Stimmung im Schwarzwälder Kinzigtal. Termine und weitere Infos gibt es bei Kinzigtal Tourismus, Tel. 07834 835350 sowie unter www.kinzigtal.com.  
Kunstvolle Weihnachtskrippen im Kinzigtal
Seit Jahrzehnten haben Weihnachtskrippen aus Schramberg einen besonderen Ruf wegen ihrer fein gearbeiteten Figuren und der raffinierten Beleuchtung der Kastenkrippen. Davon zeugt eine ganzjährige Ausstellung mit 51 Exponaten in der St. Laurentiuskirche der „Auto- und Uhrenstadt“ auf der Ostseite des Schwarzwaldes (www.alte-st-laurentius-kirche.de).

Zusätzlich zeigt das Stadtmuseum Schramberg vom 26. November 2016 bis 5. Februar 2017 wieder „Die Krippensammlung“ mit etwa zehn großen Bühnenkrippen. Im Zentrum stehen eine runde Schwarzwälder Mooskrippe, eine Nachbildung der Schramberger Ruine Falkenstein als Krippe sowie eine Palastkrippe nach orientalischem Vorbild. Geöffnet ist die Sonderausstellung dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos unter Tel. 07422 29266, www.schramberg.de.

Im Heimatmuseum "Fürstenberger Hof" in Zell am Harmersbach sind vom 26. November 2016 bis 15. Januar 2017 rund 300 Krippen ausgestellt. Die Exponate gehören zur "weltweit größten Krippensammlung" des 2016 verstorbenen Paul Chaland. Glanzpunkt der Ausstellung sind die handgearbeiteten Krippen der sizilianischen Keramikkünstlerin Angela Tripi. Die Schwerpunkte bilden „Krippen aus aller Welt“ und „Traditionelle Krippen“ aus dem Schwarzwald. Die Ausstellung in einem Seitental des Kinzigtals ist montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: 4,50 Euro (ab 13 Jahren). Infos unter Tel. 07835 5358, www.fuerstenberger-hof-museum.de.


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