Montag, 26. Dezember 2016

Kastrationsaktion für verwilderte Katzen

Landestierschutzverband sammelt Spenden für landesweite Kastrationsaktion 

Die Zahl verwilderter Katzen in Baden-Württemberg steigt seit Jahren. Die Herausforderungen, die mit der Katzenüberpopulation einhergehen, können die örtlichen Tierschutzvereine nicht mehr alleine meistern. Eine davon: Die kostspielige Kastration und Versorgung freilebender Katzen. Mit einem eigens für die Kastration eingerichteten Spendenfonds hofft der Landestierschutzverband in diesem Jahr auf die Unterstützung aus der Bevölkerung.Futterstelle für freilebende Katzen
Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland etwa zwei Millionen freilebende Katzen, die ohne dauernden Bezug zu Menschen leben und häufig ein leidvolles Schattendasein führen. So sind diese Tiere häufig krank, verletzt, unterernährt oder kommen unter die Räder. Mehrmals im Jahr sind die Katzen paarungsbereit. Anfang des Jahres beginnen der Kreislauf der unkontrollierten Vermehrung und das Katzenleid wieder von vorn. Daher unterstützt der Landestierschutzverband die Katzenkastrationsaktionen seiner Mitgliedsvereine mit einem zusätzlichen Spendenfonds. Tierliebhaber, private Tierschützer und Unternehmen können sich so über den Verein an der landesweiten Tierschutzaktion beteiligen. „Kastration ist ein wichtiger Beitrag zum Katzenschutz. Je unkontrollierter sich Freigänger und freilebende Katzen vermehren, desto größer das Leid“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg Stefan Hitzler.

Überbevölkerung schafft Leid
Vielerorts bringen Katzenhalter den unerwünschten Nachwuchs ihrer unkastrierten Hauskatze einfach ins Tierheim. Allerdings sind die Tierheime häufig nicht nur überfüllt, sondern kaum imstande, die zusätzlichen Kosten für die artgerechte Unterbringung, Verpflegung sowie die medizinische Versorgung der Tiere zu stemmen. Zudem sind Tiere, die bereits einige Zeit wild gelebt haben, scheu und misstrauisch und daher schwerer zu vermitteln. Diejenigen Katzen, die nicht ins Tierheim gebracht werden, vermehren sich weiter und führen ein meist elendes Katzendasein. So leiden Tiere in größeren, mangelhaft versorgten Katzengruppen unter Hunger oder Infektionskrankheiten, die zu schweren Schäden bei den Tieren führen können. Die Kastration ist daher eine notwendige Maßnahme, um die Population freilebender Katzen zu stabilisieren und Infektionsketten in den Beständen zu unterbrechen.

Kastration für mehr Tierschutz
Obwohl sich die Tierschutzvereine um freilebende Katzen kümmern, sie kastrieren und über Futterstellen betreuen, erkranken oder verhungern alljährlich Tausende dieser scheuen Stubentiger auch bei uns in Baden-Württemberg. „Die wenigen jungen Tiere, die ihren ersten Winter überstehen, stehen im Frühjahr zur Paarung bereit. Ein neues Jahr an Katzenelend beginnt“, sagt Hitzler. Eine Katze ist bereits nach etwa sechs Monaten fähig, Nachwuchs zu bekommen und kann im Jahr bis zu zwölf Junge werfen. Rein rechnerisch kann ein einziges unkastriertes Katzenpaar in nur vier Jahren über 2.000 Nachkommen zeugen. „Häufig glauben die Menschen, dass sie den streunenden Katzen helfen, indem sie sie füttern“, sagt der Tierschützer. „Dadurch allein wird das Katzenleid allerdings nicht bekämpft.“Katzenlebendfangfalle



















Wirklich helfen könne nur eine flächendeckende Kastration, die allerdings kostspielig und von den örtlichen Tierschutzvereinen alleine nicht zu stemmen sei, so Hitzler. Daher unterstützt der Landestierschutzverband Baden-Württemberg seine Mitgliedsvereine seit 2012 mit finanziellen Nothilfen. Auch in diesem Jahr greift er seinen Mitgliedern bei den Kastrationsaktionen mit 30.000 Euro unter die Arme. Nötig wäre aber laut Hitzler vor allem das seit Jahren geforderte Kastrationsgebot für Halter von Freigängern: „Bisher weigern sich zahlreiche Kommunen, ein solches Gebot auszusprechen. Gleichzeitig beteiligen sie sich aber auch sehr selten an den Aktivitäten der Tierschutzvereine, um das Katzenleid durch Kastrationen zu verringern. Der beste Tierschutz vermeidet Katzenleid bevor es entsteht“, bringt es Hitzler auf den Punkt. Diese Vorgehensweise sei zudem deutlich günstiger als die Maßnahmen, die erforderlich sind, wenn die Populationen erst einmal zum Problem geworden sind.

Helfen Sie mit!
Im November und Dezember werden weitere freilebende Katzen kastriert, bevor sie Anfang des Jahres wieder paarungsbereit sind. Daher fangen die Vereine noch so viele Katzen wie möglich ein, versorgen sie tierärztlich und lassen sie kastrieren. Damit kontrollieren die Tierschützer den Bestand tierschutzgemäß und beugen Krankheiten in den Beständen vor. Mit einem Spendenfonds, der eigens für die landesweiten Katzenkastrationsaktionen eingerichtet wurde, können sich in diesem Jahr Tierliebhaber, private Tierschützer und Unternehmen über den Landesverband direkt an der landesweiten Aktion der Tierschützer beteiligen.

Spendenkonto
Sie können Ihre Spende unter dem Stichwort „Kastration freilebender Katzen“ auf das folgende Konto überweisen:
Landestierschutzverbandes BW e.V.
Sparkasse Freiburg
IBAN: DE36680501010002391999
BIC: FRSPDE66XXX

Katzen auf deutschen Straßen: Geboren, um zu leiden?! 

Fünf Katzenjunge kämpfen im Heidenheimer Tierheim derzeit um ihr Leben. Die vor einigen Tagen an einer Futterstelle aufgelesenen Jungtiere freilebender Katzen leiden an Katzenschnupfen, der für sie lebensbedrohlich sein kann. Der Landestierschutzverband Baden-Württemberg e.V. schlägt Alarm: Es handelt sich um keinen Einzelfall.

Den etwa zehn bis 15 Wochen alten Nachwuchs freilebender Katzen fanden Tierschützer an einer Futterstelle in Heidenheim. Sie haben die Katzenjungen direkt zum Kreistierschutzverein Heidenheim gebracht, wo sie bereits medizinisch versorgt wurden. Sechs weitere Kätzchen erwartet das Tierheim in den kommenden Wochen. Die Kätzchen seien in einem desolaten gesundheitlichen Zustand, bestätigt der Kreistierschutzverein: „Die meisten dieser Katzenjunge leiden unter Katzenschnupfen, d.h. die Augen und Atemwege sind stark entzündet, sie sehen und riechen kaum etwas. 

Bei vielen bangen wir immer noch um ihren Gesundheitszustand“, sagt Stefan Hitzler, erster Vereinsvorsitzender des Kreistierschutzvereins Heidenheim e.V. und stellvertretender Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Baden-Württemberg e.V., dem Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes.
Das Tierheim kämpft weiter um die kleinen Geschöpfe, die, wie es Hitzler treffend sagt, nichts für ihre Situation können und ein Recht auf ein sorgenfreies Leben haben.

Kastration schützt vor wachsendem Leid
Um diesem Leiden auf deutschen Straßen ein Ende zu setzen, sei die flächendeckende Kastration der freilebenden Kater und Katzen nötig; nur so könnten die wachsenden, häufig kranken und hungernden Katzengruppen tierschutzgerecht kontrolliert werden, so Hitzler. Das aktuelle Beispiel des Tierheims Heidenheim zeige, wie heftig schon die kleinen Kätzchen unter ihrer „Freiheit“ litten. Der Fall Heidenheim sei kein Einzelfall.

2 Millionen freilebende Samtpfoten leiden auf deutschen Straßen
Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland etwa zwei Millionen freilebende Katzen, die ohne dauernden Bezug zu Menschen leben und oft ein leidvolles Schattendasein führen. So sind diese Tiere häufig krank, verletzt, unterernährt oder kommen unter die Räder. Mehrmals im Jahr sind die Katzen paarungsbereit. Anfang des Jahres beginnt der Kreislauf der unkontrollierten Vermehrung und das damit verbundene Katzenleid wieder von vorn.

Die Herausforderungen, die mit der Katzenüberpopulation einhergehen, können die örtlichen Tierschutzvereine nicht alleine meistern. Eine davon: Die kostspielige Kastration und Versorgung freilebender Katzen, um die Bestände tierschutzgerecht zu kontrollieren.

Daher unterstützt der Landestierschutzverband die Katzenkastrationsaktionen seiner Mitgliedsvereine mit einem zusätzlichen Spendenfonds. Tierliebhaber, private Tierschützer und Unternehmen können sich so über den Verein an der landesweiten Tierschutzaktion beteiligen.

Nötig wäre aber laut Hitzler vor allem auch das seit Jahren geforderte Kastrationsgebot für Halter von Freigängerkatzen: „Bisher weigern sich baden-württembergische Kommunen, ein solches Gebot auszusprechen. Gleichzeitig beteiligen sie sich aber auch sehr selten an den Aktivitäten der Tierschutzvereine, um das Katzenleid durch Kastrationen zu verringern. Der beste Tierschutz vermeidet Katzenleid bevor es entsteht“, bringt es Hitzler auf den Punkt. Diese Vorgehensweise sei zudem deutlich günstiger als die Maßnahmen, die erforderlich sind, wenn die Populationen erst einmal zum Problem geworden sind.

Helfen Sie mit!
Mit einem Spendenfonds, der eigens für die landesweiten Katzenkastrationsaktionen eingerichtet wurde, können sich Tierliebhaber, private Tierschützer und Unternehmen über den Landesverband Baden-Württemberg e.V. direkt an der landesweiten Aktion beteiligen.

Sie können Ihre Spende unter dem Stichwort „Kastration freilebender Katzen“ auf das folgende Konto überweisen:

Landestierschutzverbandes BW e.V.
Sparkasse Freiburg
IBAN: DE36680501010002391999
BIC: FRSPDE66XXX
Das gespendete Geld wird ausschließlich für die Kastration freilebender Katzen verwendet und kommt den aktiven Vereinen des Landesverbandes zu diesem Zweck zugute. Dies wird sichergestellt, indem die Rechnungen nach der Kastration eingereicht und im Nachhinein erstattet werden.
 
Quelle: 
Landestierschutzverbandes BW e.V.



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