Sonntag, 13. Mai 2018

Buchbesprechung: Giraud, Marc / Cahez, Fabrice: Natur am Wegesrand

Giraud, Marc / Cahez, Fabrice:
Natur am Wegesrand



Wie oft geht man „so still für sich hin“? Man wandert, man spaziert, man hängt seinen Gedanken nach. Überlegt man sich dann hinterher, wo man überhaupt war, was man gesehen hat, was bemerkenswert war, dann – ist Sendepause …

Schade eigentlich, denn wäre man aufmerksam gewesen, dann wäre einem vieles aufgefallen. Die Natur bietet immer und überall etwas. Vieles weiß man, und was man nicht weiß, das kann man nachschlagen.

Eine Sehschule für die einheimische Natur, die jeden Ausflug bereichert.
Als Hilfestellung gibt es jetzt ein Buch, das Unterstützung beim Finden von Besonderheiten bietet, das viele Informationen zu den unterschiedlichen Lebensräumen im Lauf der Jahreszeiten birgt.

In «Natur am Wegesrand» führt uns Marc Giraud durch die Jahreszeiten und Landschaft und öffnet die Augen für die verschiedenen Lebensräume und die Tiere und Pflanzen, die darin leben. Er animiert uns, am Wegrand stehen zu bleiben und genau hinzuschauen – auf das heimliche Leben der Wildbienen, auf die raffinierten Fortpflanzungsstrategien von Pflanzen bis zum Spiel der jungen Füchse oder auf die Körpersprache von Pferden, denen Sie auf der Weide begegnen.

Über 700 Fotos
Von Tierspuren bis zur Körpersprache der Weidetiere: Über 700 großartige Fotos, von der Landschaft bis zur Makroaufnahme von kleinen Tierwelt, zeigen, worauf man achten sollte. Dazu führen die vielen vertiefenden Texte den Reichtum unserer einheimischen Natur vor Augen.

Das Buch ist nach Jahreszeiten gegliedert – vom Frühling über Sommer und Herbst bis zu den harten Tagen im Winter zeigt es uns, auf was wir achten sollten, was wir finden (können). In Wort und Bild.

Es beginnt mit dem grundsätzlichen Worten zum Thema „Wie beobachtet man Tiere?“ – gar nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Eine doppelseite zeigt, auf was man achten sollte. Von links nach rechts, von oben bis unten. So systematisch ist man noch nie an die Naturbeobachtung herangeführt worden.

Danach geht es ins Detail: Wie unterscheidet man männliche von weiblichen Weiden? Bienen, das Frühlingsleben in einer Hecke, Vogelkunde en masse, Böschungen, Wildbienen, Blüten, Blüten, Blüten, die Tierwelt vom Hasen bis zum Frosch, Giftpflanzen, Fallen stellende Pflanzen – das alles nur als kurzer, unvollständiger Auszug aus dem was das Buch für das Frühjahr an Wissenswertem beschreibt.

Das ist aber nur ein Viertel des Jahres. Die anderen Jahreszeiten werden genauso umfassend erklärt. Alle Seiten sind gespickt voll mit herrlichen Fotos. Am faszinierendsten sind die Aufnahmen von kleinen Insekten. Endlich kann man sie mal in Ruhe betrachten, ohne dass sie davon krabbeln oder fliegen.

Das abschließende Kapitel „Gefahr auf den Wegen“ erklärt nicht, welche Gefahren dem menschlichen Wanderer drohen sondern im Gegensatz, welche Gefahren vom Menschen für die Natur ausgehen. Und eine immer wieder lobenswerte Sache ist ein Register. Auch ein solches ist im Buch zu finden.

Fazit:
Natur am Wegesrand ist ein Naturführer mit bestechendem Konzept, den man immer wieder gerne in die Hand nimmt.

Zum Autor:
Marc Giraud ist ein französischer Naturforscher und Exkursionsführer und hat viele Sachbücher verfasst, hauptsächlich zu zoologischen Themen. Als Fernseh- und Radiomoderator ist er bekannt für seinen spannenden und humorvollen Blick auf die Natur in nächster Nähe.
Hier geht es zur Website des Autors.

Giraud, Marc / Cahez, Fabrice (Fotografien): Natur am Wegesrand. 1. Auflage 2018, 256 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Klappenbroschur, Format: 17 x 24 cm. Haupt Verlag. ISBN: 978-3-258-08043-7. CHF 31.00 (UVP) / EUR 24.90 (D) / EUR 25.60 (A).
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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