Dienstag, 1. März 2022

Alblust: Frühjahrsausgabe 2022

 Alblust– Das Schwäbische Alb Magazin

Frühjahrsausgabe 2022

 


Sie ist wieder da, die neue Alblust. Raus in die Natur ist ihr Thema, gewidmet ist die Frühjahrsausgabe dem Wald. Also diesem Thema, das wie kein anderes mit den Deutschen verbunden ist – der „deutsche Wald“ ist ja geradezu sprichwörtlich.

In den Wäldern der Schwäbischen Alb gibt es aber auch vieles zu entdecken: Das Waldbad eines Wunderheilers aus den 1920er-Jahren. Ein Arboretum mit mehr als 200 Arten aus aller Welt. Einen Förster, dessen Revier ein Friedwald ist. Alles Themen in dieser Ausgabe des Magazins über die Schwäbische Alb.

Unser Wald, der Wald

Wald kann entspannen, glücklich und sogar gesund machen. Das weiß man nicht erst, seit es den Trend namens „Waldbaden“ gibt. Schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts haben Menschen seine heilsame Wirkung erkannt. Das beweist das Waldbad Zollern, das der Wunderheiler Moritz Meyer 1929 nahe Hechingen erbaut hat: Licht, Luft und Bewegung unter den Bäumen das Waldes genügte seiner Überzeugung nach, um sich von den Mühen des Alltags- und Arbeitslebens zu erholen. Welch ein Parallel zum heutigen Waldbaden, das uns angeblich die Japaner vormachen. Von wegen – das Waldbaden wurde vielleicht sogar auf der Schwäbischen Alb erfunden!

Der Wald ist ein Sehnsuchtsort

Er wird seit Jahrhunderten aber auch intensiv von den Menschen genutzt. Im Mittelalter, als jedes Stückchen fruchtbares Land kostbar war, blieb für das Vieh nur das übrig, was sich nicht für den Ackerbau eignete: der Wald. Und so ließen die Menschen ihre Tiere zwischen den Bäumen weiden. Die Spuren aus dieser Zeit kann man heute noch entdecken.

Wimpernschlag der Erdgeschichte

Die Ausgabe nähert sich dem Wald von verschiedenen Seiten: Ein Förster erzählt von seinem ungewöhnlichen Revier, dem Friedwald bei Münsingen, in dem er auch Totengräber und Tröster ist. Ein Waldfreund zeigt auf der Zollernalb einige seiner rund 500 Charakterbäume, die er gesammelt hat. Im Bunkerwald bei Schwäbisch Gmünd werden Erinnerungen an die Zeit des Kalten Krieges wach. Und mit dem Arboretum in Grafenberg und dem Archäopfad am Rosenstein stellt das Magazin zwei waldreiche Ausflugsziele vor.

Unterwegs auf der Schwäbischen Alb, unterwegs im Wald …

Thema der neuen Alblust ist außerdem eine Radtour, die durch den Streuobstgürtel zwischen Mössingen und Balingen führt und sich im Frühling, wenn alle Bäume blühen, besonders lohnt. Wer beim Spazierengehen gleichzeitig sein Gehirn trainieren will, bekommt dafür Tipps von einer Gedächtnistrainerin, die auch Brainwalking-Touren durch die Brenzregion veranstaltet.

… und anderswo

Dass in der Region interessante Betriebe am Werk sind, beweist die Schreinerei Pflug aus Gomaringen: Dort widmet man sich innovativen Herausforderungen und stellt Planetenmodelle her, die von Museen in aller Welt gefragt sind. Dagegen bleiben Frank Kühfuß‘ Erzeugnisse eher in der Region: Der 24-Jährige schnitzt Masken für Narrenzünfte – und tritt außerdem als Sänger in Musicals vor großem Publikum auf.

Die Frühlingsausgabe bietet darüber hinaus kulinarische Geschichten, wie die von Thomas Beck aus Hechingen: Er kreiert feine Destillate und auch Flambierbrände für die Küche – und ist wegen seines Anspruchs an die Qualität der Früchte selbst zum Baumpfleger geworden. Thema ist außerdem der Landgasthof Deutsches Haus nahe Weilheim an der Teck. Dort gibt’s nicht nur ausgezeichnete schwäbische Küche. Familie Riexinger stellt außerdem ihre Wurstwaren selbst her, die man auch in ihrem Landlädle kaufen kann.

Viele sonstige Infos, neue Produkte, Bücher etc. werden ebenfalls vorgestellt, willkommene Kaufinformationen, für den Bürger, der ob dem Überangebot nicht weiß, wo er zugreifen soll. Natürlich: auf der Schwäbischen Alb!

Alblust Frühjahr 2022. 128 Seiten, Herausgeber: GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG. Erhältlich im Zeitschriftenhandel in Baden-Württemberg und bundesweit im Bahnhofsbuchhandel. Kann hier auch abonniert werden: www.alblust.de. 5,90 €

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Dieter Buck

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Mittwoch, 9. Februar 2022

NEUE KLEINSTADTPERLEN VOR DER HAUSTÜR

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Tourismus-Initiative in Baden-Württemberg wird ausgeweitet
 

 Stadtpark Kleb und Longwy-Platz in Nagold; Bildnachweis: Markus Gauss

Die erfolgreiche Kooperation „Kleinstadtperlen“ wird ausgebaut und um die Neuzugänge Nagold, Radolfzell und Mosbach erweitert.

Mit der Initiative wirbt die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) des Landes bereits seit 2018 für Kurzurlaube und Ausflüge in Städte, die abseits der Besucherströme liegen. Insgesamt gehören der Kooperation inzwischen 18 Kleinstädte in Baden-Württemberg an.

„Unsere drei neuen ‚Kleinstadtperlen‘ ergänzen mit ihren malerischen Altstädten und einer breiten Vielfalt an inhabergeführten Geschäften den bestehenden Kreis der Städte ideal“, sagt TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun anlässlich der Erweiterung der touristischen Initiative. Mit dem Zusammenschluss wolle man die beteiligten Kleinstädte nicht nur bekannter machen, sondern auch Gästen und Einheimischen neue Möglichkeiten aufzeigen. „Immer mehr Reisende suchen im Urlaub unverfälschte, lokaltypische Erlebnisse und Geheimtipps abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten. Für diese Zielgruppe gibt es in unseren ‚Kleinstadtperlen‘ viel zu entdecken“, so Braun.

Im Nordschwarzwald gehört Nagold neu zur Initiative. Neben pittoreskem Kleinstadtflair lockt auch Naturerlebnis in die Stadt an den Flüssen Waldach und Nagold. Hoch über deren Zusammenfluss thront auf dem Schlossberg die Burgruine Hohennagold, von der man über die Stadt und den umgebenden Schwarzwald blicken kann.

Radolfzell versprüht mediterrane Atmosphäre am Bodensee. Das historische Zentrum liegt unmittelbar am Seeufer. Im Schatten des gotischen Münsters können Gäste über einen der größten Wochenmärkte des Landes schlendern. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt mit der Halbinsel Mettnau eines der schönsten Naturschutzgebiete am See.

Mosbach liegt unweit des Neckars im nördlichen Baden-Württemberg und ermöglicht eine Zeitreise ins Mittelalter. Unter den vielen Fachwerkhäusern der früheren Reichsstadt überrascht eines besonders: Das Haus Kickelhain gehört zu den kleinsten freistehenden Fachwerkgebäuden Deutschlands. Neben viel Geschichte überzeugt Mosbach mit moderner Gastronomie und einem vielfältigen Kulturangebot.

Bei der landesweiten Initiative schon länger dabei sind außerdem die Städte Bad Säckingen, Bretten, Calw, Ehingen (Donau), Ellwangen, Endingen am Kaiserstuhl, Freudenstadt, Münsingen, Oberkirch, Rottenburg am Neckar, Schramberg, Schwäbisch Hall, Tettnang, Waldkirch und Weinheim an der Bergstraße.

INFO:

Weitere Informationen zu allen „Kleinstadtperlen“ in Baden-Württemberg gibt es online unter kleinstadtperlen-bw.de.

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Dieter Buck

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Dienstag, 25. Januar 2022

hochgehberge: Rezertifizierung

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Rezertifizierung durch Deutsches Wanderinstitut:
»hochgehberge« weiterhin top

 

Foto: Im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb laden insgesamt

21 HOCHGEHBERGE zum HOCHGEHEN und RUNTERKOMMEN ein.,

 Foto_Angela Hammer

Erfreuliche Nachricht für alle Wanderfreunde: Mehrere Wanderrouten der Premiumwandermarke „hochgehberge“ haben ihre erste turnusgemäße Rezertifizierung erfolgreich bestanden. Rezertifiziert wurden die Premiumwanderwege »hochgehfestigt« in Beuren, »hochgehkeltert« in Neuffen, »hochgehsprudelt« in Gomadingen und »hochgehgrenzt« in Münsingen, sowie die beiden Premiumspazierwanderwege »hochgehhütet« und »hochgehbürzelt«, beide Münsingen).

Die Rezertifizierung ist alle drei Jahre notwendig. Dadurch bewahrt das Deutsche Wanderinstitut die Qualität der ausgezeichneten Wege und die Verlässlichkeit des Deutschen Wandersiegels. Im vergangenen Herbst wurden die Wege von einem Mitarbeiter des Wanderinstituts abgelaufen und es wurde geprüft, ob diese nach wie vor alle vorgegebenen Anforderungen erfüllen. Neben einer abwechslungsreichen und naturnahen Wegeführung sind auch Beschilderung, die Ausstattung mit Sitz-und Rastmöglichkeiten und Besonderheiten in Flora und Fauna, Aussichtspunkte und andere Attraktionen von Bedeutung bei der Bewertung.

Es zeigt sich: bei allen Touren konnte die Erlebnispunktezahl gegenüber 2018 gesteigert werden. Erfreut über das Ergebnis äußert sich Larissa Großberger von der Geschäftsstelle »hochgehberge«. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit den »hochgehbergen« die Vorgaben des Wanderinstituts weiterhin erfüllen und die Qualität der Premiumwander- und spazierwanderweg bestätigt bekommen haben. Dass es bei einer Rezertifizierung zu einer Verbesserung der Punktezahl kommt, ist nicht selbstverständlich. Das zeigt uns, dass das Wegemanagement der »hochgehberge« funktioniert und unsere Wegepaten und die Kommunen vor Ort einen klasse Job machen. Wir bedauern, dass die Urkundenübergabe nicht wie ursprünglich geplant in feierlichem Rahmen auf der CMT stattfinden konnte. Gerne hätten wir die verantwortlichen Wegewarte und Kommunen dort geehrt.“ Großberger hofft, dass eine feierliche Übergabe im Laufe der Saison nachgeholt werden kann.

Die ausgezeichneten »hochgehberge«-Touren im Überblick
»hochgehfestigt«
Der vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierte Rundwanderweg ist 9,5 Kilometer lang und startet an der Panorama Therme in Beuren. Es wartet ein vielseitiger Wanderweg, der durch ausgedehnte Streuobstwiesen, Weinberge und dichte Buchenwälder entlang des Albtraufs zur Burgruine Hohenneuffen führt. Hier warten auf den Wanderer nicht nur fantastische Weitblicke, sondern auch Leckereien vom Burgrestaurant.

»hochgehkeltert«
Traumhafte Aussichten ins Neuffener Vorland der Schwäbischen Alb, auch „Schwäbische Toskana“ genannt, bietet der Premiumwanderweg »hochgehkeltert«. Durch sonnige Weinberge und schattige Laubwälder schlängelt sich die 7,2 Kilometer lange Rundtour den Berg hinauf zur Abrisskante der Schwäbischen Alb. Am Startplatz für Gleitschirmflieger hat man einen herrlichen Blick auf die Burg Hohenneuffen, die gleichzeitig den krönenden Abschluss der Wanderung bietet. Spätestens am Ende der Tour sollte jedem Wanderer auch das Motto der HOCHGEHBERGE „hoch gehen um runter zu kommen“ klar sein.

»hochgehsprudelt«
Herrliche Weitsichten über die Hügellandschaft der Albhochfläche, ursprüngliche Wacholderheiden mit einzigartiger Flora und Fauna und diese hier so einmalig frisch duftenden Waldabschnitte, machen den Gomadinger Premiumwanderweg »hochgehsprudelt« zu einem besonderen Erlebnis. Wer hochgeht, wird hier herunterschauen – und zwar weit in die Ferne. Die Rundumsicht vom 32 m hohen Sternbergturm ist ein besonderes Highlight der 8,7 Kilometer langen Tour.

»hochgehhütet«
Einer der ursprünglichsten und gemütlichsten Wanderwege der »hochgehberge« rund um das Naturreservat Münsinger Beutenlay ist der 4 Kilometer lange Premiumspazierwanderweg »hochgehhütet«. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten lassen die Wanderer herunterkommen vom Alltag und ermöglichen es, die Besonderheiten der Gegend auf sich wirken zu lassen. Nicht selten sieht man hier auch noch große Schafherden, die seit Hunderten von Jahren vom Schäfer und seinen Hunden wohl gehütet über die Weiden ziehen.

»hochgehgrenzt«
Die »hochgehberge«-Tour »hochgehgrenzt« mit einer Länge von 6,1 Kilometern in Münsingen-Bichishausen ist besonders für Naturliebhaber geeignet. Der Schachenberg bietet eine Fülle an seltenen Pflanzen und Tierarten, die vom Weg aus bestaunt werden können. Oberhalb der Wacholderheiden gelangt man über weite Felder zum berühmten Grenzstein aus dem 17. Jahrhundert, der früher Württemberg von Fürstenberg trennte. Abkühlen kann man sich am Ende der Tour bei einem kühlen Getränk im Biergarten vom Bootshaus oder an der Lauter.

»hochgehbürzelt«
Ein schöner und aussichtsreicher Premiumspazierwanderweg ist die Münsinger Tour »hochgehbürzelt«. Am Aussichtspunkt „Bürzel“ bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Burgruine Niedergundelfingen. Ebenso kann man den Blick über die für die Albhochfläche so typischen Wacholderheiden schweifen lassen. Wer sich unterwegs die Füße abkühlen mag, findet an der Lauter ein geeignetes Plätzchen. Lohnenswert ist außerdem ein Besuch im Lautertal-Stüble mit hervorragender schwäbischer Küche.
Weitere Informationen zu den »hochgehbergen« sowie eine Infobroschüre mit allen 21 Touren gibt es unter www.hochgehberge.de

Hintergrundinfos zum Kooperationsprojekt

Hinter der Wandermarke »hochgehberge« stehen 19 Kommunen der Landkreise Esslingen und Reutlingen, die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb e.V. sowie das Land Baden-Württemberg, vertreten durch die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Alle haben sich gemeinsam zu einer Marketingkooperation zusammengeschlossen und bei der Konzeption und Realisierung der »hochgehberge« mitgewirkt. Die Koordination der gemeinsamen Tätigkeiten läuft über die Geschäftsstelle hochgehberge, die im Landratsamt Esslingen untergebracht ist.

Info:

www.hochgehberge.de

Literatur:

Dieter Buck:

»Hochgehberge« zum Runterkommen

Wandern im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb

J. Berg. ISBN: 9783862468119.

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

 

 

 

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Dieter Buck

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Montag, 17. Januar 2022

Schwäbische Alb - Wandern und Rad fahren

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Urlaubsqualität made im Albgebiet – Schwäbische Alb verzeichnet 2,2 Prozent mehr Übernachtungsgäste und ist Spitzenreiter im Land

 


Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Schwäbische Alb Tourismus (SAT). Der bundesweite Corona-Lockdown von November 2020 bis Mai 2021 brachte auch im Gebiet der Schwäbischen Alb einen Großteil der touristischen Aktivität zum Erliegen.

„Wir haben die Zeit des Lockdowns genutzt, viele Projekte strategischer Natur zu entwickeln und somit in bester Alb-Tradition aus der Not eine Tugend gemacht“, fasste der SAT-Vorsitzende Mike Münzing das Jahr 2021 zusammen. „Als Licht am Ende des Lockdown-Tunnels zu sehen war, bereiteten wir mit Hilfe von Landesfördermitteln zwei bundesweite Online-Restart-Kampagnen vor, die insgesamt eine Reichweite von 126 Mio. Kontakten erzielten. Ergebnis: Im Gegensatz zu den anderen Urlaubsregionen in Baden-Württemberg verzeichnete die Schwäbische Alb ein Übernachtungsplus im Vergleich zu 2020. Knapp 3,1 Millionen Menschen entschieden sich von Januar bis Oktober 2021 für einen mehrtägigen Aufenthalt, das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Bemerkenswert auch die Entwicklung bei den Zugriffszahlen auf die Webseite www.schwaebischealb.de: Sie verzeichnete ein Plus von 5,6 Prozent und somit 5,2 Millionen Aufrufe. Bereits im Vorjahr erfuhr die Homepage mit 4,5 Millionen Aufrufen viel Zuspruch, was damals einem Plus von 150 Prozent zum Jahr 2019 entsprach.

Die Schwäbische Alb auf knapp 140 Seiten verspricht das druckfrische MERIAN-Heft Schwäbische Alb, das seit Weihnachten erhältlich ist und die Highlights der Region mit Geheimtipps beispielsweise in Sachen Kulinarik verbindet. „Das letzte MERIAN-Heft der Region erschien vor 30 Jahren. Seither hat sich touristisch enorm viel getan, aber eines ist damals wie heute gleichgeblieben: MERIAN ist die Quelle für hochwertige Reiseinspiration. Über 800.000 Leser*innen pro Ausgabe sprechen eine klare Sprache und geben der Schwäbischen Alb die Möglichkeit, ihre kulturellen, kulinarischen und landschaftlichen Schätze deutschlandweit zu präsentieren“, so SAT-Geschäftsführer Louis Schumann.

Ab April 2022 öffnet das rund 6000 Jahre alte Steinzeitdorf Ehrenstein im gleichnamigen Blausteiner Stadtteil seine Pforten. Dort befindet sich die nördlichste Fundstelle des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten“, nach der Eiszeitkunst und dem Limes wird somit auch die dritte UNESCO-Welterbestätte der Schwäbischen Alb für Einheimische und Gäste erlebbar. Die Stadt Blaustein und der Förderverein des Steinzeitdorfs planen perspektivisch die Erweiterung des Areals zu einem Erlebnisdorf.

Auf Erkundungstour im Zeitalter der Eiszeit können Albfans entlang zweier neuer zertifizierter Wanderwege im Lonetal gehen: Die Fohlenhausrunde bei Bernstadt und der Neandertalerweg bei Niederstotzingen führen durch die einstige Lebenswelt derjenigen Albbewohnerinnen und -bewohner, die der Nachwelt die berühmte eiszeitliche Löwenmensch-Elfenbeinfigur und weitere herausragende Funde hinterlassen haben. Die Zertifizierung der Wege durch den Deutschen Wanderverband steht unmittelbar bevor.

Auch im Radtourismus hat sich viel bewegt: Seit Juli 2021 hat der SAT die Geschäftsstelle für drei Landesradfernwege übernommen. Die Vorbereitungen für die im Jahresverlauf 2022 geplante Ausschilderung der neuen Wege durch das Verkehrsministerium laufen auf Hochtouren. Mit dem Hohenzollern Radweg, dem Württemberger Tälerradweg und dem Schwäbische Alb Radweg können sich Radfans auf landschaftlich und kulturell herausragende Mehrtagestouren freuen, die die Schwäbischen Alb mit angrenzenden Tourismusregionen wie dem Bodensee oder Hohenlohe verbinden. Im Laufe der Projektumsetzung erfolgt auch die Zertifizierung der Wege als Qualitätsrouten durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC).

Ein Durchbruch gelang zudem dem Arbeitskreis Rad zusammen mit externen Partnern wie dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg hinsichtlich der Entwicklung eines Mountainbike-Beschilderungsleitfadens für die Region: Er ist nahtlos kompatibel mit dem von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) erarbeiteten und bundesweit verwendeten grün-weißen Beschilderungssystem für Alltagsrouten. Dies sorgt beispielsweise dafür, dass nur ein Schild – für Radfahrende und Mountainbiker*innen gleichermaßen – angebracht werden muss, sofern Radnetz und MTB-Routen parallel verlaufen. Die Schwäbische Alb ist deutschlandweit die erste Region, der eine Verbindung von MTB-Beschilderung mit Radnetzbeschilderung gelang.

Info:

Schwäbische Alb Tourismus

Bismarckstr. 21

D - 72574 Bad Urach

Tel.: +49 (0) 7125 93 930 - 0

info@schwaebischealb.de

www.schwaebischealb.de

www.albcard.de
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Dieter Buck

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Samstag, 11. Dezember 2021

Alblust: die Winterausgabe 2021

Es war einmal:

Die Winterausgabe von Alblust dreht sich um Schätze der Vergangenheit

 


Kaum hat man ein Alblust gelesen, freut man sich schon auf das nächste. Weiß man doch, dass man darin wieder Interessantes und Wichtiges von der Schwäbischen Alb lesen kann.

So auch in der jetzt erschienen Winterausgabe – passend auf dem Cover mit Skiern angekündigt. Aber das Magazin hat noch mehr zu bieten.

Heilige und Kriege

Der Leser erfährt, dass in einem Depot in Obermarchtal, bereits am Rande von Oberschwaben, Hunderte ausgemusterte Heilige aufbewahrt werden. Damit wäre man bereits beim Schwerpunktthema „Schätze der Vergangenheit“ in dieser Winterausgabe von Alblust,. Zu ihnen gehören auch die über 10.000 Figuren, Altäre und Kirchengemälde, die im Depot der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Obermarchtal schlummern: Selbst Heilige fallen dem Zeitgeist zum Opfer und werden ausgemustert. Das ist aber nichts gegen die Geschichte einer Enkelin, die das Tagebuch ihres Urgroßvate entdeckt hat, ein Tagebuch, in dem es um zwei Weltkriege geht, die der arme Mann erleben musste. Nebst der übrigen Schwere der Zeit. Gott sei Dank blieb das den Lesern von Alblust bislang erspart, möge es so bleiben.

Alte Ski

Aber zurück zu den erfreulicheren Geschichten: In einer geht es um einen Sammler, der Skier aus der Frühzeit des Wintersports in seinem Besitz hat. Die Geschichte des Skisports ist lang und interessant: Es begann mit ein paar massiven Holzlatten und einem langen Haselnuss-Stock: Damit spazierten die Menschen über die schneereichen Hochflächen. Die Herren trugen Wollanzüge, die Damen lange Röcke. So nahm der Skitourismus zu Beginn des vorigen Jahrhunderts auf der Alb seinen Anfang. Mit welchen Brettern die Menschen unterwegs waren, zeigt die Sammlung von Walter Kostelezky: 100 historische Ski umfasst sie – und ihr Besitzer kann viel erzählen über kuriose Modelle, regionale Hersteller und halsbrecherische Schanzen.

Schätze der Vergangenheit

Außer den erwähnten Heiligen ist auch die Textilindustrie, früher ein bedeutender Gewerbezweig auf der Alb, Thema. Alte Produkte haben auch die ehemaligen Mitarbeiter der Württembergischen Cattunmanufaktur WCM in Heidenheim gerettet und ein kleines Museum damit eingerichtet. Darin kann man mehr über die Stoffmusterdruckerei erfahren, die Heidenheim prägte und in ganz Europa bekannt war. Bedeutend war auch das, was der Reutlinger Textilunternehmen Gminder schuf: seine Arbeitersiedlung Gmindersdorf. Sie wurde 1903 vom bekannten Architekten Theodor Fischer – auch Architekt des bekannten Aussichtsturms „gefrorne Underhos“ oberhalb von Pfullingen - geplant, ist heute ein Baudenkmal, in dem es sich gut leben lässt. Ein weiteres Thema sind die Museen in Göppingen und Waldstetten. Sie erzählen von Taschen der Perlstricker, die sogar bis in die Vereinigten Staaten exportiert wurden.

Geschichte und Kulinarik …

… werden in einem weiteren Beitrag interessant verbunden: Ein Gebäude mit langer Geschichte ist die Krone in Albstadt- Lautlingen: Das Gasthaus, das einst den Grafen von Stauffenberg gehörte, wurde nun mit Hotel und Hofladen wiedereröffnet. In vergangene Zeiten entführt auch das Café Eisvogel in Nehren: Dort gibt es Hörspielabende, Musik und Kleider aus der Swing-Ära.

Auch das Thema Süßes kommt in der Winterausgabe vor: Die Meisterkonditorin und Schokoladen-Sommelière Stefanie Bengelmann aus Unterschneidheim fertigt Weihnachtsmänner.

Und wie üblich gibt es in dem Magazin zahlreiche Tipps zum Nachmachen, zum Erforschen oder zum Kaufen: Tipps für Aktivitäten an der frischen Winterluft wie eine Sonnenaufgangswanderung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen und Vorschläge für Langlauftouren zwischen Tieringen und der Donau.

Ortsnamensgeschichte, ein Café, die erste bemannte Rakete, die auf der Alb startete, der Volkswirt Friedrich List, Fledermäuse und die Eisenbahn sind nur ein Teil der weiteren zahlreichen Themen, die lange Winterabende unterhaltsam machen.

Alblust. Winter 2021. 128 Seiten. Preis 5,60 Euro, Herausgeber: GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG). Erhältlich in Baden-Württemberg im Zeitschriftenhandel und im bundesweit im Bahnhofsbuchhandel. 5,60 Euro

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Dieter Buck

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