Mittwoch, 22. September 2021

Ballonfahrt über der Schwäbischen Alb

Unbezahlte Werbung

TON AUS, AUGEN AUF!

 

Foto: Entschleunigt die Aussicht genießen; 
Bildnachweis: TMBW / Dietmar Denger

Bei einer Ballonfahrt schwebt man wie in Zeitlupe und ganz leise über Wälder, Wiesen und Dörfer. Und wird auch selbst ganz ruhig dabei  

Wir schweben ja schon! Der Korb hebt so lautlos und ruckelfrei von der Wiese im Lautertal ab, dass man nur durch den Perspektivwechsel merkt, dass man in der Luft ist. Dieser unspektakuläre Start kommt für mich überraschend, denn ich habe bis eben mit meiner Angst gekämpft. Ich steige nicht gerne ins Flugzeug – und jetzt soll ich mit vier weiteren Passagieren und einem Ballonpiloten in einem kleinen Korb durch den Himmel über der Schwäbischen Alb cruisen? Mit nichts als ganz viel heißer Luft als Antrieb? Und einem Kapitän, der zwar sehr erfahren ist und der die Winde und die Thermik perfekt kennt – der aber sein Gefährt im Grunde nicht steuern kann?

Mit dem Piloten plaudern

Rudi Fuchs feuert stattdessen. Und der Gasbrenner faucht in kurzen Abständen und speit Feuer, damit die Luft im 180 Kilogramm schweren Ballon heißer wird und wir an Höhe gewinnen. Denn gleich nach dem Start geht’s ein bisschen in eine andere Richtung als vorher gedacht – und die Baumwipfel am Hang scheinen für einen Moment bedenklich in Augenhöhe zu sein. „Da müssen wir jetzt mal schnell machen“, meint der 61-Jährige lachend, wirkt aber nicht besorgt. Es beruhigt mich, dass ich den tiefenentspannten Ballonexperten vor mir habe und mit ihm plaudern kann. Das ist schon einmal viel angenehmer als im Flugzeug – man ist im Kontakt mit dem Piloten und mit der Welt drumherum.

Der Frieden hier oben

Der Effekt: Schon bevor wir über den Berg sind, fällt die Angst wie ein schwerer Stein von mir ab und ich freue mich: über die Morgensonne. Die unfassbare Stille. Den Frieden hier oben. Wie leise man fliegen – pardon – fahren kann. Und wie wunderschön die Alb an so einem Morgen früh um sieben Uhr ist – mit Nebel, feuchten Wiesen, dunklen Wäldern, kleinen Dörfern. „Ballonfahren kann man eigentlich nicht mit Fliegen im Flugzeug vergleichen“, sagt Rudi Fuchs, während wir sanft die Atmosphäre mit unserem Ballon teilen. „Ich mag am Ballonfahren, dass es so langsam und bedächtig ist. Und dass es eine wahre Kunst ist, sich auszurechnen, wo man hinfliegen wird und wo man am Ende gut landen kann. Aber ich starte auch wirklich nur, wenn das Wetter absolut passt.“ Was wiederum heißt, dass über die Hälfte der Fahrten verschoben werden müssen. Aber Rudi Fuchs und seine Frau müssen vom Ballongeschäft auch nicht leben. Es ist mehr eine Leidenschaft, die übrigens zufällig begann. Ein Freund kaufte Anfang der 90er-Jahre günstig einen Ballon und überredete Rudi, den Führerschein für Heißluftballons zu machen.

Über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Tolle am Ballonfahren ist neben der Stille, dass man meist in einer Höhe von 500 bis 1.000 Metern über dem Boden fliegt und noch viel unten erkennen kann: die Kuhherde, die wegen der seltsamen dunkelroten Riesenblase in der Luft aufgeregt herbeigaloppiert. Die Rehe auf dem Feld, die ein Bad in der Morgensonne nehmen. Den Rennradler, der auf der Straße unter uns bergab saust. Wir sind über dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb rund um Münsingen unterwegs, einem eindrucksvollen Stück Natur im Südwesten und einer tollen Urlaubsregion – aber für Autos, Wanderinnen und Freizeitradler ist es noch ein bisschen früh an diesem Sonntag. Die Welt unter uns liegt weitgehend still.

Wie in Zeitlupe

Obwohl Rudi Fuchs hier oben einen Wind von etwa 15 Stundenkilometern misst, scheint kein Lüftchen zu wehen. „Das fühlt sich so an, weil wir den Fahrtwind als Antrieb nutzen“, erklärt er uns. Es ist ein bisschen so, als ob wir auf Zeitlupe geschaltet sind und einer zudem den Ton stumm gedreht hat – mal abgesehen vom ab und zu feuerspeienden Gasbrenner. Der muss in regelmäßigen Abständen die 4500 Kubikmeter Luft im Schirm aufheizen. Und auch wir haben’s deshalb warm im Korb.
Keine Adrenalinschübe, dafür zufriedene Mitfahrerinnen und Mitfahrer

Wohin die Reise geht? Wissen wir eben nicht. Geplant ist, dass wir etwa 1,5 Stunden in der Luft sind. „Wahrscheinlich landen wir irgendwo bei Trochtelfingen“, meint Rudi, der schon über 2.000 Fahrten als Ballonführer hinter sich hat, also ein sehr geübter Pilot ist. Wir fünf Passagiere sind alle zum ersten Mal an Bord: Carmen hat ihrer Freundin Angelika die Fahrt geschenkt, damit die ihre Höhenangst überwindet – und tatsächlich schaut Angelika ganz entspannt in die Ferne und macht Fotos mit dem Handy. Siggi und Erwin wollten so etwas schon lange mal machen. Das Paar blickt andächtig auf die Landschaft hinunter, spricht kaum und genießt augenscheinlich jede Minute. Und ich? Alle meine Sorgen sind wie weggepustet. Hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich stehe im Korb und staune ohne Adrenalinschübe über die Schönheit der Welt. Beneide die Vögel. Beobachte die geometrischen Muster der Baumkronen und der abgeernteten Felder. Entdecke ganz in der Ferne im Dunst die Burg Hohenzollern. Die Zeit vergeht wie im Flug, jaja, ein Wortspiel – aber wir fliegen ja auch gar nicht: Wir fahren, weil die heiße Luft im Ballon leichter ist als die drumherum, erklärt uns Rudi.

Das letzte Wäldchen bei Trochtelfingen ist überwunden, wie in Zeitlupe sinken wir, der Boden scheint uns sanft entgegen zu kommen. Mit einem unmerklichen Hopser setzt der Korb auf einer bunten Sommerwiese auf. Also rausklettern, einpacken und dann gemeinsam frühstücken. Ich klopfe Angelika lächelnd auf die Schulter. Wir zwei Ängstlichen haben es auch geschafft. Nein, viel mehr als bloß geschafft, das sehe ich in den leuchtenden Augen meiner Nebensitzerin. Wir haben’s richtig genossen. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, in der Luft gut aufgehoben zu sein. Ja, mehr noch: Ich bin beim Aufsteigen wunderbar runterkommen.

INFO

Mehr übers Ballonfahren gibt es unter fuchs-ballonfahrten.de, mehr über die Schwäbische Alb und Vergünstigungen mit der kostenfreien Gästekarte AlbCard unter schwaebischealb.de

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Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter www.dieterbuck.de, auf facebook und in Instagram unter dieter_buck_wanderautor.

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Artikel über Reisen und was schön daran ist: http://reisen-und-urlaub.blogspot.com, Artikel über die Welt der Alpen: http://alpen-blog.blogspot.com, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur: http://reisebuecherwanderfuehrer.blogspot.com, Artikel über Baden-Württemberg: http://baden-wuerttemberg-blog.blogspot.com, Artikel über Stuttgart: http://der-stuttgart-blog.blogspot.com, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie: http://stuttgart-schwarz-weiss.blogspot.com.

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Mittwoch, 15. September 2021

Alblust – Das Schwäbische Alb Magazin: Herbstausgabe mit vielen interessanten Themen

  Schwäbische Alb im Herbst

„Alblust – 

Das Schwäbische Alb Magazin“

Brauer, Vergolder, Schindelmacher: Die Herbstausgabe von Alblust stellt alte Handwerkskünste vor

 


Herbst auf der Schwäbischen Alb – es gibt kaum etwas schöneres, als gerade in dieser Jahreszeit durch die alten, nun leuchtend bunt gefärbten Buchenwälder zu streifen. Aber das ist nicht alles, was das wunderschöne Mittelgebirge zu bieten hat. Alblust hat es aufgestöbert.

Die Menschen und ihre Besonderheiten zum Beispiel. Und ihre Talente. Denn hier sind viele Menschen am Werk, die Traditionen bewahren und ein altes Handwerk beherrschen.

Wir bauen eine Klosterstadt

Hautnah dabei sein kann man bei der wie früher auf Jahrhunderte angelegten Baustelle bei Meßkirch. Die Klosterstadt Campus Galli ist für Besucher eine faszinierende Mittelalterbaustelle. Aber wie ist es, wenn man plötzlich die Seiten wechselt und selbst mit anpackt? Wenn man morgens Jeans und T-Shirt gegen Tunika und Leinenhose tauscht und als Schindelmacher, Böttcher oder Seiler seinen Tag verbringt? Davon berichtet die Herbstausgabe von Alblust, die sich dem Themenschwerpunkt „Alte Handwerkskunst“ widmet.

Brillenmacher, Vergolder und Knopfmacher

Nicht nur auf der Mittelalterbaustelle gibt es die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Thomas Gut, Optiker in Münsingen, hat nicht nur duftende Brillengestelle aus Wacholderholz entwickelt – man darf auf Wunsch sogar selbst zur Säge greifen. Eine ruhige Hand ist dabei hilfreich – und die braucht auch die Vergolderin Claudia Bachofer aus Linsenhofen: Sie ist heute eine der wenigen Meisterinnen in ihrem Fach und ihre Kunst in Kirchen und Schlössern, aber auch auf Luxusjachten gefragt. Mit Luxuslabels hat die Rosenfelder Knopffabrik zu tun: Dort beherrscht man noch das fast vergessene Handwerk des Knopfmachers und die Perlmuttknöpfe und Sonderanfertigungen sind gefragt bei der Haute Couture.

Lukullus lässt grüßen: Bierbrauen und Ölpressen

Das Bierbrauen ist ebenfalls ein altes Handwerk: In Zwiefalten haben die Mönche vor 500 Jahren damit begonnen und ihre Tradition wird heute von Familie Baader fortgesetzt. Ölmüller hingegen gibt es heute kaum mehr, doch Berthold Fischer hat eine alte Presse seiner Vorfahren wiederbelebt: Sie ist heute im Albgut in Münsingen im Einsatz und sorgt für feine Speiseöle. 

Wandern und Radeln auf der Alb – was sonst?

Wer sich für Wanderungen interessiert, findet in der Herbstausgabe eine Tour ins Land der Fürsten von Thurn und Taxis. Einen Tipp gibt’s auch für Radler: Die Ursprünge des Kocher-Jagst-Radwegs liegen auf der Ostalb und sie lassen sich bei einer abwechslungsreichen Tour erkunden. Dazu gibt es Buchtipps und einen ausführlichen Terminkalender.

Wie immer sind die Artikel in der Landlust bestens recherchiert, mit zahlreichen Tipps versehen und prächtig illustriert.

Alte Landmaschinen und Kochen und Backen mit der Landfrau

Außerdem stellt das Magazin Thomas Vatter aus Killingen und seine alten Landmaschinen vor sowie den Pilzexperten David Viehmann, der Interessierte mitnimmt zu Exkursionen in die Wälder rund um Göppingen. Leser erfahren außerdem von Jochen Bosch aus Seißen, was ein Permakulturgarten und warum er einen angelegt hat.

Außerdem gibt’s deftige Kartoffel- und andere Kuchenrezepte von Landfrau Cornelia Randecker und einen Blick ins Restaurant „Alte Post“ von Familie Heer in Kuchen.

Alblust Herbstausgabe, 3/2021. 144 Seiten, reich bebildert. GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. Kg. Erhältlich im Abonnement, im Zeitschriftenhandel in Baden-Württemberg und bundesweit im Bahnhofsbuchhandel. 5,60 Euro

www.alblust.de

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Samstag, 11. September 2021

Urlaub im Schwarzwald

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Urlaub im Schwarzwald ...

 ... wie schön.

 



Eine gute Beschreibung eines der schönsten Urlaubsgebiete Deutschlands findet man hier:

https://www.campingliebe.de/camping-schwarzwald/

Und wenn man wandern will, dann findet man auf meiner Homepage jede Menge geeigneter Wanderführer in diesem prächtigen Mittelgebirge.

www.dieterbuck.de

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Hier nur ein Beispiel eines meiner Wanderführer von vielen: 

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