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Montag, 21. Dezember 2020

Mountainbiken legal - jetzt auch im Naturpark Schönbuch

Naturpark Schönbuch

Mountainbiker treten jetzt legal ins Pedal

  

Am Olgahain bei Bebenhausen. Foto: Rainer Schmid

Nach intensiver Planungsarbeit ist das neue Besucherleitsystem für den Naturpark Schönbuch nahezu installiert. Die wesentlichste Neuerung ist ein attraktives Angebot für Mountainbiker.

„Wir haben die Bedürfnisse der Mountainbiker bei der Neukonzeption einer Besucherlenkung im Naturpark Schönbuch berücksichtigt,“ stellt Naturpark-Vorsitzende Dr. Anja Peck klar. „Seit Jahren schon hat sich der Trend, mit dem Bike sportlich und möglichst im unwegsamen Gelände im Wald unterwegs zu sein, auch im Schönbuch etabliert und sich immer weiterentwickelt.“ Gleichzeitig ist der Schönbuch wertvoller Rückzugsraum für viele teilweise geschützte Tier-und Pflanzenarten. Auch dem größten einheimischen Waldtier, dem Rothirsch, der sehr sensibel auf Störungen reagiert, bietet der Naturpark Lebensraum. Wie also alles unter einen Hut bringen? Landkreisübergreifend begannen vielseitige Abstimmungsprozesse unter der Federführung des Naturparks Schönbuch.

Der Böblinger Landrat Roland Bernhard resümiert: „Die Förderung des Radfahrverkehrs ist mir ein wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir im Landkreis Böblingen mit den Fachbereichen Forst und Regionalentwicklung das Projekt von Beginn an aktiv unterstützt und mit Abschnitten aus der Schönbuch-Trophy eine für die Mountainbiker attraktive Strecke mit eingebracht.“ Auch sein Tübinger Kollege Landrat Joachim Walter freut sich, „dass die steigende Anzahl an sportlich fahrenden Mountainbikern mit den frisch ausgewiesenen MTB-Trails jetzt ein legales Wegeangebot vorfindet, bei dem auch streckenweise die in Baden-Württemberg geltende 2-Meter-Regel außer Kraft gesetzt ist.“

 

                                  Am Königsrain bei Herrenberg. Foto: Mario Haas

Vertreter mehrerer Mountainbike-Organisationen wurden bei der Planung mit ins Boot geholt. Damit ist es gelungen, ein Angebot von Bikern für Biker zu schaffen. „In diesem Zusammenhang möchte ich mich beim Deutschen Alpenverein Sektion Tübingen für die engagierte Mitwirkung bei der Planung bedanken“, ergänzt Götz Graf Bülow, Leiter des Forstbezirks Schönbuch. Seit Kurzem ist das Konzept einer 100 Kilometer langen MTB-Strecke mit 22 % Trail-Anteil forstrechtlich genehmigt.

Was erwartet die Mountainbiker im Schönbuch? Insgesamt verteilen sich auf etwas mehr als 100 Kilometern drei Rundtouren und zwei Verbindungsspangen, mit denen die einzelnen Rundtouren kombiniert werden können. Das gesamte Streckennetz ist mit gelben quadratischen Schildern markiert. Die drei Rundtouren besitzen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Dadurch ist Abwechslung garantiert, denn sowohl für Einsteiger wie auch ambitionierte Mountainbiker ist etwas dabei. Parallel ist es gelungen, beliebte Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Naturpark Schönbuch in die Streckenverläufe zu integrieren.

Der Fahrgenuss kommt dabei nicht zu kurz: anspruchsvolle Abfahrten, knackige Anstiege und flüssige Passagen wechseln sich ab. Damit das neue Angebot auch möglichst lange in gutem Zustand bleibt, hat die Naturparkverwaltung die Mountainbiker aus der Schönbuchregion um Mithilfe gebeten. Die Resonanz war überwältigend. Die etwa zehn Patenschaften, die für die Betreuung der Gesamtstrecke benötigt werden, sind schon vergeben. Die Paten werden regelmäßig die Strecke prüfen und eventuelle Schäden der Naturparkverwaltung, die sich schon jetzt für dieses tolle Engagement bedankt, melden.

Trotz der eigens für Mountainbiker ausgewiesenen Wegstrecken, wird es auch im Schönbuch bei der Begegnung mit anderen Waldbesuchern nicht ohne gegenseitige Rücksichtnahme gehen. „Unser sympathisches Naturpark-Maskottchen Siggi Saustark hat immer gute Tipps parat,“ empfiehlt Christine Bengel-Fritz, Projektkoordinatorin des Besucherleitsystems. „Mit freundlichem Verhalten und einem netten Gruß sind viele Konflikte schon im Vorfeld beigelegt.“

Das neue Besucherleitsystem und die Beschilderung im Naturpark Schönbuch werden mit Mitteln der EU, des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale gefördert. Die 18 Naturparkgemeinden und vier Landkreise im Naturpark haben ebenfalls einen großen Teil der Aufwendungen mitfinanziert.

Hintergrundinformationen

Für die Mountainbiker gilt, dass kein Anspruch auf einen besonderen Zustand oder eine besondere Beschaffenheit der entsprechenden Streckenverläufe besteht. Das Befahren erfolgt auf eigene Gefahr. Für die Waldeigentümer ergibt sich durch die Ausweisung der Strecke keine erhöhte Verkehrssicherungspflicht. Einige Abschnitte sind derzeit noch nicht befahrbar, werden aber in Kürze ebenfalls freigegeben.

Welche Strecken bereits freigegeben sind, erfahren Sie auf der Homepage des Naturparks Schönbuch www.Naturpark-Schoenbuch.de.

Info:

Naturparkgeschäftsstelle

Schönbuchstraße 4

72074 Tübingen-Bebenhausen

Tel.: 07071- 602 6350

info@naturpark-schoenbuch.de

www.naturpark-schoenbuch.de

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Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter www.dieterbuck.de, auf facebook und in Instagram unter dieter_buck_wanderautor.

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Montag, 30. September 2019

Sektion Schwaben als drittgößte Alpenvereinssektion wird 150!

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150 Jahre Deutscher Alpenverein – 
150 Jahre Sektion Schwaben
                                                        



Anlässlich des 150. „Geburtstages“ der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins gab es eine interessante Jubiläumsveranstaltung. Gäste waren Landtagspräsidentin Muhterem Aras und der Alpinist Heinz Zak.

Aras hielt eine beeindruckende Rede zum Thema Mensch, Gesellschaft und Zusammenleben und Zak zeigte nicht minder beeindruckende Fotos seines alpinen Lebens. Manchem Zuschauer ist sicher beim einen oder anderen Foto der mehr als wagemutigen Unternehmungen Zaks der Atem gestockt – wie Zak dazu selbst warnte: Man solle sich bei manchen Fotos „beim Nachbarn festhalten“.

Landtagspräsidentin Muhterem Aras

Zur Geschichte der Sektion
Im Mai 1869 wurde der Deutsche Alpenverein in München gegründet. Um noch mehr Bergfreunde im ganzen Land anzusprechen, entstand noch im Oktober desselben Jahres die Sektion Schwaben des DAV. Dieses Jahr werden der Deutsche Alpenverein und die Sektion Schwaben somit 150 Jahre alt. Ein guter Grund zu feiern, und um einen Blick auf die Gründungsgeschichte zu werfen.

Im späten 19. Jahrhundert war es für die meisten Menschen noch kaum vorstellbar, die Alpen auf eigene Faust zu entdecken. Denn die Vergletscherung war damals noch deutlich umfangreicher als heute. Zudem gab es noch wenig Hütten und kaum angelegte Wege.

Vorsitzender Frank Boettiger

Um mehr Menschen den Zugang zu neuen Bergwelten zu erleichtern, wurde am 9. Mai 1869 in München der Deutsche Alpenverein gegründet. Bereits einen Monat später erfolgte aus der Bayerischen Hauptstadt ein Aufruf an alle deutschen Alpenfreunde zur Gründung weiterer Sektionen. Auch der passionierte Bergsteiger Theodor Harpprecht erhielt die Bitte und setzte sich mit viel Engagement für die Etablierung einer Sektion in Stuttgart ein. Schlussendlich waren es elf Anwesende und acht schriftlich beigetretene Mitglieder, die sich gemeinsam für eine Gründung entschieden. Damit wurde am 28. Oktober 1869 die Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins geboren.

Nach der Gründung starteten die Mitglieder mit der Erschließung des Alpenraums. Sie legten ein umfangreiches Hütten- und Wegenetz an, lieferten Kartenmaterial und veröffentlichten Tourenbeschreibungen. Damit machte es der DAV überhaupt erst möglich, das Hochgebirge erlebbar zu machen.


Heinz Zak

Im Laufe der vergangenen 150 Jahre haben sich diese Schwerpunkte kaum geändert. Denn nach wie vor ist das Bergsteigen Dreh- und Angelpunkt des Vereins, wozu auch die Pflege von Wegen und der Erhalt der Hütten gehört. Dabei ist der Schutz und Erhalt von Bergwelten für die Mitglieder ein ebenso essentielles Gut. So sensibilisiert der Verein beispielsweise über den respektvollen Umgang mit der Natur und informiert über Verhaltensweisen auf dem Berg. Nicht umsonst gibt es auch eine Gruppe Natur und Umwelt in der Sektion.

Sektion Schwaben drittgrößte Sektion des Deutschen Alpenvereins!
Mittlerweile zählt die schwäbische Ursektion über 35.000 Mitglieder aus den Regionen Stuttgart, Aalen, Böblingen, Calw, Ellwangen, Esslingen, Kirchheim unter Teck, Laichingen, Nürtingen und Rems-Murr-Kreis. Die Regionalgruppe Sudeten komplettiert die Sektion.

Neben sechs Hochgebirgshütten in den Alpen und drei Hütten auf der Schwäbischen Alb, betreibt die Sektion drei Kletterhallen in Eigenregie sowie das Kletterzentrum Stuttgart gemeinschaftlich mit der Sektion Stuttgart. Denn auch das Thema Indoor-Klettersport hat seit Beginn der 2000er Jahre in das Angebot des Vereins Einzug gehalten. Der jüngste Zugang der Sektion, der Kauf einer neuen Kletterhalle, der „rockerei", in Stuttgart Zuffenhausen zeigt die Bedeutung als Trendsportart und festen Bestandteil im Portfolio der Sektion.



Daneben finden heute auch Freunde anderer Bergsportarten wie Wandern, Skibergsteigen, Mountainbiken oder Alpinklettern in der Sektion Schwaben Gleichgesinnte. Alle verbindet das gemeinsame Ziel, die einzigartige Bergwelt für kommende Generationen zu erhalten.

Denn ob Neueinsteiger oder Extremsportler - bei den Schwaben sollen sich heute und in Zukunft alle Berg- und Naturbegeisterte angesprochen und aufgenommen fühlen. Das vielfältige Freizeitangebot reicht mittlerweile von Touren über Kurse, bis hin zum Verleih von Material, Büchern und Karten.

Ein erster Eindruck über das vielfältige Angebot der Sektion Schwaben findet sich hier: https://www.alpenverein-schwaben.de/aktiv/jubilaeum/jubilaeumsprogramm/

Hier geht’s zur Sektion Schwaben: 
www.alpenverein-schwaben.de

Hier findet man ein paar Filmschnipsel aus der Rede von Muhterem Aras:
https://www.instagram.com/p/B2_Dk60oHmI/
https://www.instagram.com/p/B2_Msc5oczw/
https://www.instagram.com/p/B2_WsmRIwDb/

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