Mit ihren Museen,
Konzerthäusern und Open Air-Veranstaltungen bietet die Ferienregion Schwarzwald
jede Menge Anreize für Kulturinteressierte. Andere begeistern sich für das
lebendige Brauchtum und die vielen Besonderheiten der Region. Für alle gilt:
Viel Spaß beim Entdecken!
25
Jahre Festspielhaus Baden-Baden
Mit seinen 2.500 Sitzplätzen ist das 1998 eröffnete Festspielhaus
Baden-Baden das größte Opernhaus Deutschlands und inzwischen eine der besten
Adressen für Musik und Tanz weltweit. Seine Architektur ist einzigartig:
Zuschauerhaus und Bühne entstanden auf dem ehemaligen Gleiskörper des
großherzoglichen Bahnhofs, dessen neoklassizistischer Bau bildet das Entree des
Festspielhauses. Zum 25-jährigen Jubiläum stehen sieben internationale
Festivals im Fokus: Dazu gehören die Osterfestspielen vom 1. bis 10. April 2023
mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko, die
u.a. das monumentale Musikdrama „Die Frau ohne Schatten“ präsentieren. Zu den
Sommerfestspielen vom 30. Juni bis 9. Juli 2023 bringt die Metropolitan Opera
New York Glanz an die Oos – mit ihrem Orchester, mit Chefdirigent Yannick
Nézet-Séguin und den Stars Renée Fleming und Joyce DiDonato. Im Galakonzert am
1. Juli 2023 erklingen Arien aus den „Trojanern“ von Hector Berlioz. Er war es,
der Mitte des 19. Jahrhunderts die Festspielidee für Baden-Baden erfand. Zudem
gibt es über das Jahr hinweg ein großes Rahmenprogramm mit Talks,
Wandelkonzerten und einer Weltpremiere mit Hologramm-Ballett. www.festspielhaus.de
25
Jahre „Schwarzwald Musikfestival“
Das „Schwarzwald Musikfestival“ lädt vom 12. bis 29. Mai 2023 zu 15
besonderen Konzerterlebnissen an authentischen Schwarzwald-Spielorten ein: Zu
hören sind bei der Jubiläumsausgabe international renommierte Künstler aus
Klassik, Jazz, Pop und Rock, etwa in der Schramberger Uhrenfabrik Junghans, im
Kolleg St. Blasien oder in der Baiersbronner Christuskirche. Zu den besonderen
Highlights gehören die drei chorsymphonischen Eröffnungskonzerte „Messa da
Requiem“ von Guiseppe Verdi in Freudenstadt,
Bad Wildbad und Oberndorf am Neckar mit namhaften Solisten, dem Chor der
Bayerischen Philharmonie und der Philharmonie Baden-Baden unter dem Dirigat von
Mark Mast. Musikkabarett gibt es mit dem „Martin Schmitt Trio“ am 17. Mai 2023
in Freudenstadt, das preisgekrönte Vokalensemble „Apollo 5“ kommt am 24. Mai
2023 nach Ettlingen. Und die Coverband „One night with ABBA“ bringt die Hits
der schwedischen Band am 26. Mai 2023 nach Schopfloch. www.schwarzwald-musikfestival.de
Neues
Internationales Klangfestival „SOUND 23“ in Waldkirch
Waldkirch und Musik – das passt! Denn die Stadt beherbergt nicht
nur die mit 282 Jahren älteste städtische Musikschule Deutschlands, sondern
steht seit mehr als zwei Jahrhunderten auch für handgefertigte Kirchen- und
Karussellorgeln, Orchestrien, Drehorgeln und Leierkästen, die in die ganze Welt
geliefert werden. Der Orgelbau und die Orgelmusik sind mittlerweile durch die
UNESCO zum „Immateriellen Kulturerbe der Menschheit“ ernannt. Auch bei der
Premiere des Internationalen Klangfestivals „SOUND 23“ vom 26. März bis 1.
April 2023 sind Orgelklänge zu hören. Besonders im Fokus stehen neben
Klassikern wie Klavier, Harfe und Gitarre aber vor allem seltene
Musikinstrumente, etwa Pferdekopfgeige, Glasharfe und Verrophon. So vielfältig
wie die Klänge bei den acht Konzerten sind die Biografien der Musiker, darunter
Alfredo Mendieta aus Chile, Pape Dieye aus Senegal und Epi Dandarvaanchig aus
der Mongolei. www.sound23.de
„Freiburg
Live Festival“: Neue Konzertreihe auf dem Münsterplatz
Vor der imposanten Kulisse des Freiburger Münsters ist vom 14.
bis 18. Juni 2023 an fünf Abenden Live-Musik zu erleben: Die Südseite des
Münsterplatzes wird bei der Premiere des „Freiburg Live Festivals“ zur
Konzertlocation und bietet je nach Genre zwischen etwa 1700 (bestuhlte
Veranstaltung) und 6000 (unbestuhlt) Gästen Platz. Klassik gibt es am 14. Juni
vom Philharmonischen Orchester Freiburg mit Beethovens 9. Symphonie „Freude,
schöner Götterfunken“ und Schillers Ode „An die Freude“ sowie am 18. Juni vom
Freiburger Barockorchester mit u.a. Händels „Feuerwerksmusik“. Mit Peter Maffay
macht am 16. Juni einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands in Freiburg
Station. Und am 17. Juni präsentiert sich das Elektro-Festival Sea You mit
Auftritten zweier internationaler Künstler. Welcher Pop/Rock-Star am 15. Juni
bei den Münsterplatzkonzerten dabei ist, steht noch nicht fest. www.freiburglive-festival.de
„Kultursommer Nordschwarzwald“
Der dritte „Kultursommer Nordschwarzwald“ bietet ein buntes
Programm für die ganze Familie: Vom 14. Juli bis 13. August 2023 wird die
Region mit den Kreisen Calw, Freudenstadt, dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim
wieder gemeinsam auftreten und gebündelt ihre kulturellen Stärken präsentieren.
Ob Ausstellungen, Theater, Musik, Lesungen: Alle Kultursparten sind dabei und
zeigen die Vielfalt unter dem Dach des „Kultursommers“ auf. Zu den Highlights
zählen das „Happiness-Festival“ mit Rap-Schwerpunkt in Straubenhardt, „Rossini
in Wildbad“ mit weltbekannten Startenören, Lichterfeste, Klosterkonzerte in Maulbronn
und Alpirsbach und viele einzigarte Events in besonderen Kulissen. Das „Sommersprossen-Festival“
im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim mit Top-Acts sowie die Open-Air-Reihe mit
Comedy und Konzerten in Freudenstadt lassen keine Langeweile aufkommen. https://kultursommer.nordschwarzwald.de/
150
Jahre Schwarzwaldbahn und Ausstellung zur Tourismuswerbung in Karlsruhe
Eine der schönsten Bahnstrecken
Deutschlands ist die 1873 eröffnete Schwarzwaldbahn von Offenburg durchs
Kinzigtal über Villingen und Donaueschingen an den Bodensee. Die
Streckenführung des Planers Robert Gerwig durch Tunnel, über Viadukte und
Kehrschleifen gilt als herausragende Ingenieursleistung, denn die Landschaft
des mittleren Schwarzwalds ist geprägt durch breite Täler und steil ansteigende
Hänge. Den Stellenwert der Schwarzwaldbahn für den Tourismus belegen neben den
unzähligen transportierten Passagieren auch Plakate, Prospekte, Hotel- und
Reiseführer aus der Frühzeit der Tourismuswerbung. Die Badische Landesbibliothek
in Karlsruhe zeigt in Kooperation mit Schwarzwald Tourismus GmbH und DB Regio
zum 150-jährigen Jubiläum der beliebten Strecke die Ausstellung „Mit der
Schwarzwaldbahn an den Bodensee. Tourismuswerbung zur Jahrhundertwende“, in der
viele dieser Exponate mit beliebten, romantisierenden Bildmotiven wie
Bollenhut, Kirschtorte und Kuckucksuhr zu sehen sind. Die Schau macht die
Entwicklung des Schwarzwalds zu einer der beliebtesten Urlaubsregionen
Deutschlands verständlich und beleuchtet den Wandel der Werbeästhetik im Laufe
der vergangenen 150 Jahre. Die Ausstellung ist vom 19. April bis 16. September
2023 zu sehen. www.blb-karlsruhe.de
Eintauchen in das antike Pergamon – 360°-Panorama im Gasometer
Pforzheim
Gebaut im Jahr 1912, diente das Gasometer in Pforzheim einst der
Gasversorgung der Stadt. Heute ist das 40 Meter hohe Industriedenkmal mit
60.000 Kubikmetern umgebautem Raum ein modernes Ausstellungsgebäude, in dem die
spektakulären, weltgrößten 360°-Panoramakunstwerke des Künstlers Yadegar Asisi
präsentiert werden. Ab dem 18. März 2023 wird das neue 360°-Panorama „Pergamon“
das bisherige Kunstwerk „GREAT BARRIER REEF“ ablösen und die Besucher in die
legendäre hellenistische Stadt entführen. Das neue Rundbild zeigt das Leben in
der antiken Stadt Pergamon im Jahr 129 mit Fest- und Alltagsszenen des
römischen Reiches. Detailgetreu werden Bauwerke wie Tempel oder Theater
gezeigt. Auch der weltbekannte Pergamonaltar ist zu sehen. Entstanden ist das
Pergamon-Panorama in Zusammenarbeit des Künstlers Yadegar Asisi und der
Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, so dass ausgewählte originale
Exponate der Antikensammlung zu sehen sein werden. Es wurde erstmals 2011 im
Ehrenhof des Berliner Pergamonmuseums ausgestellt. Aufgrund des großen Erfolgs
dieser Ausstellung wird das 360°-Panorama seit 2018 in einem eigens dafür
errichteten Ausstellungsbau an der Museumsinsel gezeigt. Die Ausstellung im
Pforzheimer Gasometer ist aktuell die einzige außerhalb von Berlin.
www.gasometer-pforzheim.de
Einzigartiger
Strohskulpturen-Wettbewerb in Höchenschwand
Es hält den Bollenhut in Form, liegt auf dem Walmdach und auch
der „Schwarzwälder Hexenschuh“ würde ohne nicht existieren – die Rede ist von
Stroh. Schwarzwälderinnen und Schwarzwälder arbeiten und leben seit
Jahrhunderten mit dem universalen Grundstoff. Heutzutage ist die Kunst des
Strohverarbeitens ein rares Kulturgut. Höchenschwand, das „Dorf am Himmel“ tief
im Süden der Ferienregion, hat jedoch die Strohflechterei seit gut 20 Jahren neu
für sich entdeckt und lockt vom 2. September bis 8. Oktober 2023 wieder zu
einer Freiluft-Galerie mit einzigartigen Strohskulpturen im XXL-Format.
Hergestellt werden die Figuren das Jahr über von zahlreichen Vereinen, in
manchen Exponaten stecken mehr als 1.000 Arbeitsstunden. Bis zuletzt werden die
Motive unter Verschluss gehalten, in den vergangenen Jahren waren schon
maßstabsgetreue landwirtschaftliche Tätigkeiten, Max-und-Moritz-Szenen oder
eine Schwarzwälder Kirschtorte so groß wie ein Wohnzimmer zu sehen. Die auch
technisch ausgefeilten Skulpturen können täglich kostenlos auf einer großen
Wiese beim Bauernmarkt im Ortsteil Frohnschwand besichtigt werden, für das leibliche
Wohl ist gesorgt. Besucher können für ihr Lieblingsmodell abstimmen. www.strohskulpturen-hoechenschwand.de
„Genuss-Touren“
mit Schwarzwald-Botschafter Hansy Vogt
Immer wieder mittwochs geht es von Mai bis September mit dem
Schwarzwald-Botschafter Hansy Vogt auch 2023 auf „Genuss-Tour“ durch die
Ferienregion: Auf dem Programm stehen eine kulinarische E-Bike-Genuss-Tour in
Nordrach im mittleren Schwarzwald am 10. Mai und am 21. Juni eine
Genuss-Radtour durch den Hotzenwald rund um Herrischried tief im südlichen
Schwarzwald. Am 19. Juli wird in Rickenbach der Golfschläger geschwungen, am 6.
September führt eine „Wandertour mit allen Sinnen“ rund um Loßburg. Beim Finale
am 27. September ist Neuenburg der Ausgangspunkt für eine Kanutour auf dem
Rhein, zudem dürfen sich alle Teilnehmer im Goldwaschen versuchen. Anmeldung
unter www.hansys-genusstouren.info
UNESCO
erklärte Flößerei am 1.12.22 zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit
Die UNESCO hat die Flößerei am 1. Dezember 2022 zum Immateriellen
Kulturerbe der Menschheit erklärt. Auch im Schwarzwald wurden Tannen
jahrhundertelang über Bäche in die Kinzig oder Murg und von dort zum Rhein
geflößt – bis zu 600 Meter lang und bis zu sechs Meter breit konnten die
allergrößten Flöße werden. Ende des 19. Jahrhunderts fuhren die letzten
zusammengebundenen Baumstämme die Kinzig hinunter, im Murgtal wurde die
Flößerei 1913 eingestellt. Wer selbst tief in die Geschichte der Flößerei und
das Leben und Wirtschaften der Waldbauern, Floßknechte und Schiffer eintauchen
möchte, sollte den „Flößerpfad“ besuchen. Er führt auf 32 Kilometern von Loßburg
bis Wolfach, entlang der Strecke gibt es zahlreiche Infotafeln zum Alltag eines
Flößers, sehenswerte Exponate und dank Audio-Guide für Kinder und Erwachsene
werden viele spannende Geschichten erzählt (www.schwarzwald-kinzigtal.info). Der
Verein der „Schiltacher Flößer“ um Floßmeister Thomas Kipp hält die Tradition
des Flößens seit mehr als 25 Jahren lebendig und macht sie erlebbar: Etwa mit
dem Flößermuseum in Schiltach, in dem verschiedene Modelle zu bestaunen sind,
oder mit der „Kinzigtäler Flößerwoche“ im Herbst samt Floßfahrt-Vorführungen
und Vorträgen (www.schiltacher-floesser.de). Ebenfalls einen Besuch wert ist
das Flößerei- und Verkehrsmuseum im denkmalgeschützten Bahnwärterhaus in
Gengenbach, das die Bedeutung der Kinzig als Wasserweg anschaulich erklärt (www.floesserei-museum.de).
Die Geschichte der Flößerei im Murgtal ist im „Museum Haus Kast“ in
Gaggenau-Hörden aufgearbeitet. Um die kurvenreiche Strecke auf der Murg
problemlos zu bewältigen, galt es, die Flöße gelenkig zu gestalten: Einzelne
Stämme und Gestöre wurden mit Holzseilen, den sogenannten Wieden, verbunden (www.murgtal.org).
Die Mitglieder der „Flößerzunft Oberes Nagoldtal“ in Altensteig erklären bei
Führungen am funktionsfähigen Wiedofen die Kunst des Wiedendrehens oder machen
das Baudenkmal „Monhardter Wasserstube“, eine nach Originalplänen aufgebaute
historische Staustufe, erlebbar (www.floesser-altensteig.de).
Wildberg
feiert 300 Jahre Schäferlauf
Die Schäfereitradition reicht in Wildberg im nördlichen
Schwarzwald schon bis ins 13. Jahrhundert zurück, seit 1723 darf sich der
Luftkurort auch ganz offiziell Schäferlaufstadt (wie auch Markgröningen und Bad
Urach) nennen. Grundelemente der Festtradition sind der klassische Schäferlauf
– ein Wettlauf, der von Schäferinnen und Schäfern barfuß auf einem Stoppelfeld
oder einer Wiese ausgetragen wird – und der Schäfertanz. Ebenfalls
bedeutungsvoll ist die Übergabe der Schäferfahnen und Zunfttruhen. Das älteste
historische Heimat- und Brauchtumsfest in der Region ist seit 2018
Immaterielles Kulturerbe. Nächster Schäferlauf in Wildberg mit großem
Festprogramm ist im kommenden Jahr vom 19. bis 22. Juli 2024. Doch zum
300-jährigen Jubiläum als Schäferlaufstadt gibt es in Wildberg bereits am 18.
Juni 2023 einen Schäferaktionstag, eine Sonderausstellung zur Tradition des
Schäferlaufs im Museum Kloster Maria Reuthin und am 26. Juli 2023 einen Festakt
mit Schäfern, Trachtengruppen und Fahnenabordnungen der drei Schäferlaufstädte.
Wissenswertes zur Schäferei erfahren Spaziergänger auf zwei
„Spurensuche“-Themenrouten, die Nacht lässt sich passend im Schäferwagen-Hotel
oder in zwei liebevoll gestalteten Schäferwagen auf dem Unteren Berghof in
Wildberg verbringen. www.schaeferlauf-wildberg.de
„Wilhelm
Hasemann und die Erfindung des Schwarzwaldes“ im Augustinermuseum
Lichtdurchflutete idyllische Landschaften, urige Höfe und
natürlich der Bollenhut: Kaum eine deutsche Kulturlandschaft ist mit so vielen
Klischees behaftet wie der Schwarzwald. Bis heute ist er Sehnsuchtsort und
beliebtes Urlaubsziel. Aber wie entstand dieser Mythos? Was ist dran an den
Geschichten und Märchen, die sich um die Region ranken? Das Augustinermuseum in
Freiburg stellt vom 22. Juli 2023 bis 24. März 2024 mit der Ausstellung „Wilhelm
Hasemann und die Erfindung des Schwarzwaldes“ den Maler Wilhelm Hasemann
(1850-1913) in den Fokus, der einen Großteil seines Lebens in der Region um
Gutach im Kinzigtal verbrachte und mit seinen Werken maßgeblich das Bild des
Schwarzwalds geprägt hat. Neben Gemälden und Zeichnungen präsentiert die
Ausstellung Fotografien des Künstlers, die ihm als Vorlage dienten und fragt,
ob seine Werke die Realität im 19. Jahrhundert zeigen. Dieser Blick hinter die
Kulissen verrät viel über Projektionen und Inszenierungen, die bis heute
wirken. www.freiburg.de/augustinermuseum
Sonderausstellung und 150. Todestag von Porträt-Star Franz Xaver
Winterhalter
Im beschaulichen Schwarzwalddorf Menzenschwand bei St. Blasien
sind die wohl bekanntesten Porträtmaler des 19. Jahrhunderts aufgewachsen:
Franz Xaver Winterhalter (1805-1873), dessen Todestag sich am 8. Juli 2023 zum
150. Mal jährt, und Hermann Winterhalter (1808-1891). Eintauchen in ihre
Lebens- und Werkgeschichte können Interessierte im Museum „Le Petit Salon“ in
Menzenschwand: Die fünf liebevoll dekorierten Ausstellungsräume beherbergen
Aquarelle, Ölgemälde, Zeichnungen, Skizzen, Lithographien und Briefe der
Gebrüder Winterhalter. Auch eine Kopie des Porträts von Kaiserin Elisabeth in
einem mehrlagigen Tüllkleid und mit weißen Diamantsternen im Haar ist zu sehen,
damit prägte Franz Xaver Winterhalter nachdrücklich die Vorstellung über „Sisi“
bis heute. Im Sommer 2023 zeigt das Museum die Sonderausstellung „Franz Xaver
Winterhalter im Zeichen der Mode“ – waren beispielsweise anfangs seiner
Karriere die Kleider noch hochgeschlossen, zeigten die Damen später viel
Dekolleté. www.winterhalter-menzenschwand.de
450-jähriges
Brückenjubiläum in Bad Säckingen
Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Trompeterstadt Bad
Säckingen steht 2023 im Fokus des städtischen Treibens: Die längste überdachte
Holzbrücke Europas wird in ihrer jetzigen Form mit den sechs massiven
Steinpfeilern 450 Jahre alt und das wird das ganze Jahr über gefeiert und
gewürdigt. Sie verbindet Deutschland und die Schweiz über den Rhein hinweg. Über
Jahrhunderte wurde sie zu dem, für was die Brücke noch heute steht: Sie bringt
Menschen zusammen und schafft Verbundenheit. Ihr Jubiläum gipfelt in der großen
„Geburtstagsfeier“ vom 23. bis 25. Juni 2023 beim beliebten Brückenfest,
zentral auf dem Bad Säckinger Münsterplatz. Bei dem Fest bieten zahlreiche
Vereine auf deutscher und Schweizer Seite ein vielseitiges kulinarisches
Angebot mit tollen Live-Acts. Daneben zeigt eine kleine Outdoorausstellung „to
go“ auf der Brücke vom 23. Juni bis 7. Juli sowie vom 8. September bis 22.
September 2023 weitere Einblicke in die Historie dieses besonderen Bauwerks und
veranschaulicht die Bedeutung für die Stadt, die Region und die Menschen im
Laufe der Zeit. Im Jubiläumsjahr ihres Wahrzeichens feiert Bad Säckingen
außerdem den 300. Geburtstag der Fürstäbtissin Maria Anna von
Hornstein-Göffingen. Mit der Ausstellung „300 Jahre: Die letzte Fürstäbtissin“
im Schloss Schönau zeigt Bad Säckingen vom 14. Mai bis zum 30. September 2023 das
Leben und Werk dieser letzten Fürstäbtissin des adeligen Damenstifts Säckingen.
Ein umfangreiches Begleitprogramm gibt weitere Einblicke in die Geschichte des
Stifts und die Zeit des 18. Jahrhunderts. www.bad-saeckingen.de
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