Mittwoch, 6. November 2019

Vinod Talgeri: Schwaben-DNA

Vinod Talgeri: Schwaben-DNA
Code-Entschlüsselungsversuch
eines Inders



Manchmal ist es ganz gut, gewisse Dinge aus einer anderen Sichtsweise zu sehen. Auch oder gerade dann, wenn sie einen selbst betreffen – wer sieht sich selbst schon neutral? Seien wir ehrlich: Für jede Schwäche findet man doch eine Entschuldigung.

Und so greift man ganz gespannt auf das Buch des geborenen Inders Vinod Talgeri, „mal sehen, was der so herausgefunden hat“. Und das hat er, und mit liebevollem Blick auf seine langjährige Wahlheimat beschrieben.

»Schwaben-DNA« ist ein ganz persönliches Buch, entstanden aus der Liebe des Autors Dr.-Ing. Vinod Talgeri zum Schwabenland. Darin beschreibt er – nicht ohne Augenzwinkern – Erlebnisse und Begegnungen mit den liebenswerten Schwaben während seines nunmehr 45-jährigen Aufenthalts im »Schwabenländle«. Neben dem Entschlüsselungsversuch der Schwaben-DNA bringt er uns auch sein Heimatland Indien – »Incredible India« – näher.

Mit dem grandiosen indischen Gruß „Ich beuge mich vor dem göttlichen in Dir“, hierzulande bekannt als Namaste, wird der Leser gleich zu Anfang freundlichst empfangen. Dann beginnt Talgeri ganz vorne, nämlich mit seinem ersten Tag in Stuttgart, der ihm gleich viele Erlebnisse im Schwabenland bescherte. Der „Schwaben-Guru Willy“ und seine Erlebnisse an der Uni folgten. Auch das vielen leidlich bekannte „Mahlzeit“, auch auf der Toilette, ist ihm begegnet. Seinen ersten Schritt zur völligen Integration machte er, wie soll es auch anders sein, mit der Kehrwoche. Auch zwischenmenschliche Beziehungen, sprich Freundin, sind ihm ein Kapitel wert. Ebenso sein Berufsleben.

Und so führt uns der Autor humorvoll von Szene zu Szene, von Erlebnis zu Erlebnis. Auto, putzen, Schwaben und Geld, Kutteln – wobei man in diesem Kapitel auch Bekanntschaft mit indischen Kuttel- und Maultaschenrezepten macht, Hocketse und die bekannte schwäbische Hausfrau. 

Abschließend folgt ein Kapitel über Indien sprich Indien im Vergleich zu Schwaben. Auch interessant. Wobei es mir aber etwas seltsam vorkommt, dass er zwar die unsäglichen Missbrauchsgeschichten der katholischen Geistlichen mit Kindern und der Umgang von Justiz und Politik damit bemängelt, kein Wort aber darüber verliert, dass es in Indien noch schlimmer zugeht: Wie man immer wieder liest, werden dort selbst Mädchen nicht nur von einem einzelnen Priester missbraucht, sondern gleich von einer ganzen Rotte fieser Gestalten in Menschenform. Und wenn sie besonderes Pech haben, hinterher aufgehängt oder verbrannt. Hier besteht Nachbesserungsbedarf, so sollte man das Kapitel nicht stehen lassen, wäre sonst schade um das sonst so lesenswerte Buch. Klar angesprochen und erklärt hat er die Rolle der Frau in Indien - sehr unterschiedlich, je nach Lebensort und Verhältnis - aber in seinem Kapitel über die Rolle der Frau dort.

Fazit also: Ich kann das Buch nur heiß empfehlen, man erlebt ein paar vergnügliche Stunden damit. So vergnüglich, dass ich es nicht in öffentlichen Verkehrsmittel lesen würde, um bei Heiterkeitsausbrüchen ob des Textes nicht verwunderte und fragende Blicke der übrigen Mitreisenden zu generieren.

Zum Autor:
Dr.-Ing. Vinod Talgeri, geboren in Indien, versucht als Menschenkenner der schwäbischen DNA aufgrund seiner Erlebnisse im Ländle auf die Spur zu kommen und die Besonderheit jener Gruppe zu ergründen. Auch hält er den Schwaben einen Spiegel vor. Er promovierte in Maschinenbau an der Universität Stuttgart und erwarb in Bombay das Diplom für Bauingenieurwesen, welchem ein Diplom für die Fachrichtung Informatik an der Universität Stuttgart folgte. Dr. Talgeri war bei verschiedenen internationalen Industrie- und IT-Unternehmen in den Leitungspositionen für die Bereiche Management, Sales und Marketing verantwortlich. Mittlerweile ist er Geschäftsführer einer global agierenden Consulting-Firma. Nicht nur für Schwaben gibt er in Vorträgen Einblicke zum Leben und der Mentalität der Inder.
 
Vinod Talgeri Schwaben-DNA Code-Entschlüsselungsversuch eines Inders. 264 Seiten, mit etwa 20 Illustrationen, Format 12 x 19 cm, Hardcover. Thorbecke, 1. Auflage 2019. ISBN: 978-3-7995-1439-2. € 22,00.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Wilde Alb. Naturschätze zwischen Felsen, Höhlen und Wasserfällen

GDT (Gesellschaft für Naturfotografie) e.V., Regionalgruppe Baden- Württemberg – Bayern: 
Wilde Alb
Naturschätze zwischen Felsen, Höhlen und Wasserfällen
Grußwort von Winfried Kretschmann


Wer die Schwäbische Alb, dieses Mittelgebirge, das Baden-Württemberg quer durchzieht, kennt, der liebt sie. Sie bietet aber auch viel: Höhe, hohe Berge, Täler, schroffe Felsen und liebliche Landschaften, karge Gegenden mit mehr Steinen als Erde auf den Feldern, aber auch Streuobstwiesen, die im Frühjahr blühen, dass es eine Freude ist.

Sie liegt im Herzen Baden-Württembergs und ist eine der abwechslungsreichsten Kulturlandschaften Deutschlands und ein Hotspot der Artenvielfalt. Jahr für Jahr zieht die Region mehr Besucher an und lädt zum Wandern und Natur erleben ein. Für Bewohner der Region Stuttgart ist sie wohl d a s Ausflugsziel. Zum Wandern, Spazierengehen, Besichtigen, Einkehren oder vieles mehr.



»Wilde Alb« - eine Liebeserklärung in Bildern
Zwischen spitzen Felsen, tiefen Höhlen und spektakulären Wasserfällen zeigen in diesem Bildband die Topfotografen des GDT (Gesellschaft für Naturfotografie) e.V. in atemberaubenden Motiven die schützenswerten Natur ihrer Heimat. Ob nebeldurchzogene Täler, Wanderfalken, die elegant über die Felsen gleiten, seltene Orchideen, die in den Wacholderheiden blühen, oder der farbenprächtige Alpenbock-Käfer, der in den Buchenwäldern krabbelt: Die faszinierenden Aufnahmen zeigen das Urwüchsige, das Mystische und das selten Gewordene der Natur vor der eigenen Haustür. Die Sehnsucht der Menschen nach heimischer Natur, nach Erdung und intensiven Erlebnissen im Grünen - das alles spiegelt sich in den grandiosen Fotografien und in den kurzweiligen Texten wider und macht Lust, die vielfältigen Lebensräume der Alb und ihre Bewohner aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen. Dieser Band versammelt die besten Aufnahmen des Fotoprojekts.

Grandiose, oft dramatische Fotografien
Und wie es so ist: Es ist ein „Best of“, und bei einer solchen Auswahl bester Fotografen, von denen jeder wohl seine besten Bilder herausgesucht hat, kann ja nur ein Ausnahmebildband entstehen. Und die Fotografen waren immer unterwegs. Zu jeder Jahreszeit, zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Und konnten damit Fotos aufnehmen, bei denen der Naturfreund aufpassen muss, dass er keine feuchten Augen bekommt.



Gegliedert ist der Prachtband in einzelne Kapitel wie zum Beispiel die Entstehungsgeschichte, der fast unheimliche Schwäbische Vulkan, die Lebensräume Fels, Höhle, Gewässer, Wald und Lebensraum aus Menschenhand sowie als Besonderheit das Obere Donautal. Landschaften, Bäume, Blumen, Tiere, als Gesamtaufnahmen wie als Nahaufnahmen. Kundige Texte begleiten und erklären die Bilder, die Gegenden und die Lebensräume, manch Detail findet man auch in den Bildunterschriften.

So hat der Leser mit diesem Werk ein Buch vor sich liegen, das er sicher nicht in einem Schwung durchsieht, sondern immer wieder und wieder in die Hand nimmt. Sei es um sich zu einem Ausflug auf „die Alb“ inspirieren zu lassen, sei es um vergangene Touren wieder zu erleben oder sei es, um sich einfach eine schöne Zeit am heimischen Kamin zu bereiten.

Zum Herausgeber:
Die GDT (Gesellschaft für Naturfotografie) e.V. ist eine der größten Organisationen für Naturfotografie weltweit. Die Achtung vor der Natur ist für GDT- Mitglieder oberstes Gebot bei ihrer fotografischen Arbeit. Neben privaten Mitgliedern unterstützen zahlreiche Förderer die Arbeit der GDT, deren Anliegen es ist, hochwertige und aussagekräftige Naturfotos aufzunehmen und sie der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Bücher, Kalender und Vorträge zugänglich zu machen. So will die GDT das Verständnis für die Natur fördern und für ihren Schutz werben. Bei Knesebeck erschienen bereits die Bände Unsere wilde Heimat (2016) und Nationalpark Schwarzwald (2016). 2015 stellten die Naturfotografen Bernd Nill und Benjamin Waldmann ihre Idee zum Fotoprojekt »Wilde Alb« in der Regionalgruppe vor, Anfang 2016 fiel der Startschuss. Rund 30 Fotografen zogen bei Wind und Wetter und zu jeder Tages- und Jahreszeit los, um die Faszination der Alb in einer frischen Bildsprache einzufangen. Neben dem Bildband sind aus dem Projekt auch eine Mutivisionsshow und eine Wanderausstellung hervorgegangen. Im Jahr 2017 gewann die Schwäbische Alb außerdem den Bundeswettbewerb »Nachhaltige Tourismusdestinationen«.

GDT (Gesellschaft für Naturfotografie) e.V., Regionalgruppe Baden- Württemberg – Bayern: Wilde Alb. Naturschätze zwischen Felsen, Höhlen und Wasserfällen. Mit einem Grußwort von Winfried Kretschmann. 192 Seiten, gebunden, mit 200 farbigen Abbildungen. Knesebeck Verlag. ISBN 978-3-95728-309-2. Preis € 36,- [D] 37,10 [A].
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Weitere Informationen unter: https://www.gdtfoto.de/ und http://wildealb.de/

Buchvorstellung:
Bad Urach
Dettinger Saal im Bürgerhaus Schlossmühle
23.11.2019, 16:30 Uhr

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Dienstag, 22. Oktober 2019

Lieblichen Taubertal: Herbst im Kloster Bronnbach

Unbezahlte Werbung
Kloster Bronnbach –
jetzt mit Quittenlehrpfad



Spass beiseite ist man versucht zu sagen. Aber nein, seit meinem letzten Besuch in der berühmten Klosteranlage im Lieblichen Taubertal gibt es etwas Neues: Einen Quittenlehrpfad. Wohl einen der größten wenn nicht der größte Deutschlands.
 

 

Zuerst aber genoss ich wieder die kleine Parkanlage vor den Klosteranlagen und der Kirche. Schloss Weikersheim im Kleinen, meint man fast, wenn man sich die zahlrechen Barockskulpturen ansieht. Nur dass diese nicht von weltlichen Herrschern wie den Hohenlohe in Weikersheim geschaffen wurden, sondern von den geistlichen Herren, die hier einst das sagen hatten. Na ja. Oder stammen sie von dem Fürstenhaus, das hier eine Zeitlang gastierte? Sei’s drum. Schön ist es allemal. Zumal jetzt im Herbst, da hatte ich den kleinen Park noch nie gesehen.
 





Danach schaute ich mir aber den Quittenlehrpfad an. So einen habe ich noch nie gesehen. Und viele der Bäumchen trugen gerade Früchte, so dass man schön vergleichen konnte.












Information:                         
Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V., Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Tel. (0 93 41) 82 58 06, Fax (0 93 41) 82 57 00, www.liebliches-Taubertal.de



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Dieter Buck
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