Donnerstag, 13. Februar 2020

Schwarzwald: ZweiTälerSteig erneut als Qualitätsweg ausgezeichnet

Unbezahlte Werbung
ZweiTälerLand:
Fünf Etappen, fünf Landschaften



ZweiTälerLand - Wandern auf dem ZweiTälerSteig
Copyright: Fotograf Clemens Emmler
 
Im ZweiTälerLand im südlichen Schwarzwald finden Aktivurlauber vor den Toren Freiburgs auf den insgesamt 106 Kilometern des ZweiTälerSteigs ausgezeichnetes Wandervergnügen. Bereits zum vierten Mal erhielt der abwechslungsreiche Rundweg vom Deutschen Wanderverband nun das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

In fünf Tagestouren umrunden Outdoor-Fans einmal die Region und entdecken die schönsten und ursprünglichsten Winkel des Elz- und Simonswäldertals. Für die insgesamt 4.120 Höhenmeter entlohnen entlang des Weges zahlreiche Naturschauspiele wie die beeindruckenden Zweribach-Wasserfälle oder die wildromantische Teichschlucht die Wanderer. Jede Etappe hat dabei ihren eigenen Charakter: Während der östliche Teil mit seinen großen Höhenunterschieden vor allem körperlich fordert, kommen Naturliebhaber auf den zwei letzten Strecken mit ihren wechselnden Aussichten, bequemen Wegen und sanften Anstiegen zur Ruhe.

Etappe 1: Hoch hinaus!
Auf der ersten Etappe geht es vom mittelalterlichen Städtchen Waldkirch durch die dichten Wälder hinauf auf den Kandel, den höchsten Punkt des ZweiTälerSteigs. Auf schmalen Pfaden überwinden die Aktivurlauber so stolze 1.000 Höhenmeter. Oben angekommen entlohnt der beeindruckende Weitblick bis zu den Vogesen vom Kandelfelsen für die Anstrengungen. Mit etwa zehn Kilometern Länge ist die erste Tagestour zwar ein verhältnismäßig kurzer – aber intensiver – Start.

Etappe 2: Wild und steil!
An Tag zwei führt der Steig auf gut 25 Kilometern durch den wildesten Teil des ZweiTälerLandes. Mit einem steten Wechselspiel von steilen An- und Abstiegen wandern die Urlauber durch den urwüchsigen Bannwald, vorbei an den donnernden Zweribach-Wasserfällen und weiter ins Tal der Wilden Gutach. Hier durchqueren die Wanderer dem rauschenden Bach folgend die Teichschlucht. Anschließend geht es wieder im engen Zick Zack hinauf zur Hintereck. In der urigen Bergvesperstube mit herrlichem Panorama wartet eine kleine Stärkung, bevor die Wanderer dann vorsichtig über den alpinen Pfad bis zum Gasthaus Engel in Obersimonswald absteigen und entlang der Wilden Gutach bis zum Tagesziel weiterwandern.

Etappe 3: Von Gipfel zu Gipfel!
Die dritte Etappe steht im Zeichen der Gipfelüberquerungen: Tafelbühl, Hörnleberg, Braunhörnle und Rohrhardsbergs. Unterwegs auf dem Kammweg folgen die Wanderer so jahrtausenderalten Pilgerspuren. Denn wo heute die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau vom Hörnleberg“ steht, thronte laut einer Sage auch schon vor 2.000 Jahren ein Sonnentempel. Dichte Tannen und Bergwiesen säumen den Weg auf der 25 Kilometer langen Etappe und die einzigartige Aussicht bei der Kapfhütte stärkt die Kräfte für den Abstieg ins Tal.

Etappe 4: Liebliche Kulturlandschaft!
Der vierte Tag beginnt inmitten von urwüchsiger Natur noch auf dem westlich verlaufenden Höhenzug. Über taunasse Wiesen steigen Wanderer hinauf zum Huberfelsen, der sich wie ein Turm aus den Baumspitzen erhebt, bevor sie an der Prechtaler Schanze den höchsten Punkt der insgesamt 23 Kilometer langen Strecke auf 836 Metern erreichen. Anschließend passieren die Naturliebhaber mit dem Landwassereck – einem der schönsten Aussichtspunkte des Elztals – auch den landschaftlichen „Wendepunkt“ des ZweiTälerSteigs. Von hier geht es dann durch die sanft gewellte Hügellandschaft des Elztals mit fruchtbaren Bergwiesen und idyllischen Waldrandwegen sowie traditionsreichen Bauernhöfen.

Etappe 5: Wechselspiel fürs Auge!
Die fünfte Etappe hält viele Überraschungen bereit – nach jeder Kurve und bei jedem Austritt aus dem Wald erwartet die Wanderer eine neue Perspektive und Aussicht über das ZweiTälerLand und den bereits zurückgelegten Weg auf der anderen Seite des Tals. Der letzte Abschnitt führt auf knapp 23 Kilometern über den langen Höhenrücken zwischen Elztal und Rheintal hinunter nach Waldkirch, dem Ausgangspunkt des ZweiTälerSteigs. Mit der historischen Kastelburg kommen Kulturbegeisterte zum Abschluss des Rundwegs zusätzlich auf ihre Kosten.

Unterwegs warten neben der beeindruckenden Landschaft auch verschiedene Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Weges, auf den Gipfeln oder unten im Tal. Mit dem Paket Wandern ohne Gepäck buchen Gäste einen bequemen Wanderurlaub mit vier, fünf oder sechs Übernachtungen inklusive Frühstück und Lunchpakete. Bei der Pauschale sind die dazugehörigen Gepäcktransfers mit Abholung des Gepäcks in Waldkirch, Wanderkarten, ZweiTälerSteig Aufnäher und Pin sowie ein Willkommensgeschenk inkludiert. Das Paket ist ab 404 Euro pro Person buchbar.

Das ZweiTälerLand
Das ZweiTälerLand liegt inmitten des Schwarzwaldes nordöstlich von Freiburg. Mit Höhenunterschieden von bis zu 1.000 Metern entdecken Outdoor-Freunde hier eine abwechslungsreiche Landschaft vom felsigen Steilgebiet über Wiesen & Wälder bis hin zu den Weinbergen und Obstplantagen in der Rheinebene. Seit 2016 ist das 300 Quadratkilometer große ZweiTälerLand erstmals als „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ in Baden-Württemberg zertifiziert worden und ist damit die erste Qualitätsregion in Baden-Württemberg. Anfang 2019 erhielt das ZweiTälerLand erneut die Auszeichnung. Insgesamt erwandern Interessierte die Region auf über 800 Kilometern markierter Wege. Einige der Highlights sind der „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ZweiTälerSteig, der auf 106 Kilometern durch sämtliche „Vegetationszonen“ führt, die Herzenswege und die Schwarzwälder HüttenWinkel-Touren sowie zahlreiche Themenwege – speziell auch für Familien. Ob von oben beim Drachen- oder Gleitschirmfliegen, beim Klettern am Felsen, beim Golfen, beim Angeln oder doch beim Rad- oder Mountainbike-Fahren auf dem 400 Kilometer weiten Wegenetz – neben dem Wandern bietet die Region noch viele weitere Möglichkeiten „on tour“ zu gehen. Weitere Informationen unter www.zweitaelerland.de.

Info:
Weitere Informationen gibt es bei ZweiTälerLand Tourismus telefonisch unter +49 (0) 7685 19433 oder unter www.zweitaelerland.de. News, Bilder und Videos auf Facebook sowie auf Instagram.

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Dieter Buck
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Dienstag, 11. Februar 2020

Schwäbisch-alemannische Fasnet

Narretei hoch Drei



Narren in Aktion. ©Mythos Schwäbische Alb/Thomas Kiel
 
Uschlaberg-Hexen, Spitzbuaba, Krättaweiber und Rälleradler, Mühlenkatzen, Häbles-Wetzer, Rätsch-Käther, Geiß und Schäf, Hanswuschdl mit Saublodra, Hülaschlapper, Henkersknecht und Kemmatfeger, Schreier, Hansele, Teutschbuchgockel, Haidkatzen und Gomba-Goischdr, Hurgele und Schlossgassa Raiber, Krautscheißer, Bondschua und Urmele. 

An Heilige Drei Könige treffen sich Mäschgerle und Narrensamen mit „Schrei-Au“ und „Mäck-Mäck Mäck-Mäh“, um ihr fantasievolles Häs, Schellen und wertvolle handgeschnitzte Larven zu entstauben. Seither treibt die schwäbisch-alemannische Haus- und Straßenfasnet auf der mittleren Schwäbischen Alb ihr Unwesen. 

Am „Schmotziga“ Donnerstag (Weiberfasnet 20. 2.20) schwappt die närrische Welle ins Dorf: völlig legal werden Rathäuser gestürmt und Narrengerichte gehalten, bis zum „Rußigen Freitag“ Schüler und Kindergärten befreit. Kleinere Versehen und Missgeschicke landen derb-schwäbisch in der Bütt. Die lärmenden Umzüge der Straßenfasnet sind ein farbenprächtiges Spektakel unterm eisigen Flockenhimmel. Bleibt die Verbrennung, das Vergraben der Fasnet, das jämmer-liche Geldbeutelauswaschen und Wehklagen kurz vor Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch (26.2.20).

Eine der ältesten Fastnachts-Hochburgen sind die Stadt Trochtelfingen und das kleine Dorf Steinhilben, die immer schon den gleichen Herrschaftshäusern angehörten. Überliefert ist, dass die aus dem alpenländischen Rheintal stammenden Grafen von Werdenberg, die von 1316 bis 1534 in Trochtelfingen lebten, alemannische Fastnachtsbräuche ansiedelten. 1850 folgte der Zusammenschluss Hohenzollerns mit dem Hause Preußen. Ab dieser Zeit wurden Lehrer und Soldaten nach Boppard am Rhein zur Ausbildung geschickt. Im dortigen katholischen Lehrerseminar wurde ein zünftiger Karneval mit Elferrat und Garde und gefeiert. Beide Traditionen mischten sich im Schwäbischen zu einer ausgelassenen Haus- und Straßenfasnet vor prächtiger historischer Kulisse. 

Die Zwiefalter Fasnet steht in einem engen Zusammenhang mit der Geschichte des ehemaligen Klosters. In der Zimmerischen Chronik ist von “Spaikatzen“, spottende Menschen oder Maskengestalten, die Rede. Bereits 1506 beschreibt der 32. Abt, Georg Piscatoris Vischer, den Laubfressenden Hofnarr Johann “Hansel“. Die Hayinger Altstadt ist traditionsreiche Narrenheimat. Narrete Mannsnam ond Weibr lauern auf der mittleren Schwäbischen Alb vor allem im katholischen Revier hinter jeder Ecke. Ein beschreibender Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Aber ein dringender Aufruf zum Selbstversuch.

Die schwäbisch-alemannische Fastnacht wurde übrigens im Dezember 2014 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Nachfolgend eine Auswahl an Veranstaltungen, die sich über zahlreiche Besucher freuen:
           
Sonntag, den 09.02.2020
Fasnetsumzug
RT-Betzingen
Sonntag, den 16.02.2020         
Großer Fasnetsumzug
Oberstetten
Freitag, den 21.02.2020
Lumpenball
Engstingen
Samstag, den 22.02.2020
Fasnetsumzug
Engstingen
Sonntag, den 23.02.2020
Keen-Contest
Trochtelfingen
Sonntag, den 23.02.2020
Fasnetsumzug
Zwiefalten
Montag, den 24.02.2020
Großer Fasnetsumzug
Trochtelfingen
Montag, den 24.02.2020
Großer Narrenumzug
Ehingen (Donau)
Dienstag, den 25.02.2020
Bunter Fasnetsumzug mit Kehraus
Hayingen
Dienstag, den 25.02.2020
Fasnetsverbrennung
Lichtenstein
Dienstag, den 25.02.2020
Fasnetsumzug
Steinhilben

Eine Übersicht der Veranstaltungen der Mittleren Schwäbischen Alb sowie weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb unter der Telefonnummer 0 71 25 / 150 60 60, oder im Internet unter www.mythos-alb.de/veranstaltungen.

Quelle: 
Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb, Bismarckstraße 21, 72574 Bad Urach, Tel.: 0 71 25 / 150 60 60, info@mythos-alb.de, www.mythos-alb.de

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Dienstag, 4. Februar 2020

250 Jahre Friedrich Hölderlin

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Dichter zwischen Genie und Wahnsinn 
Baden-Württemberg feiert
250 Jahre Friedrich Hölderlin



Der junge Hölderlin, Pastell von Franz Karl Hiemer (1792); 
Bildnachweis: Deutsches Literaturarchiv Marbach


Mit seinem radikal-innovativen Werk und seiner tragischen Lebensgeschichte verkörpert Friedrich Hölderlin (1770–1843) wie kein anderer die verbreitete Vorstellung vom Dichter zwischen Genie und Wahnsinn. Zum Anlass seines 250. Geburtstags rücken in diesem Jahr zahlreiche Ausstellungen und literarische Veranstaltungen Leben und Werk des schwäbischen Dichters in ein neues Licht.

Insbesondere Hölderlins Lebensstationen entlang des Neckars laden im Jubiläumsjahr zu einer literarischen Reise ein. Neu eingerichtete Museen, Lesungen oder thematische Stadtführungen geben dort Anlass, sich mit einem der bedeutendsten Lyriker der deutschen Literaturgeschichte auseinanderzusetzen.

Lauffen am Neckar: Neues Museum im Hölderlinhaus
Am 20. März 1770 erblickte Friedrich Hölderlin in Lauffen am Neckar das Licht der Welt. Nach dem frühen Tod des Vaters lebte die Familie nur wenige Jahre in der Geburtsstadt des Dichters. Entsprechend geriet das ehemalige Wohnhaus lange in Vergessenheit, bevor es 1970 wiederentdeckt wurde. Zum 250. Geburtstag lässt die Stadt Lauffen das historische Areal behutsam umgestalten, barrierefrei einrichten und durch einen modernen Neubau ergänzen. Das von Hölderlins Großvater 1750 erbaute Haus ist weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten. In vier Ausstellungsräumen präsentiert es künftig 16 Persönlichkeitsfacetten des sprachgewaltigen Dichters – vom Erfinder über den Utopisten bis zum Liebhaber. Hölderlins Werken kommt man im „Erlebnisraum Gedicht“ und im „Versuchsraum Sprache“ nahe. Außerdem stehen Sessel zum Lesen seiner Texte bereit. Das neue Museum eröffnet an Hölderlins Geburtstag am 20. März 2020.
www.hoelderlinhaus.de

Nürtingen: Stadt der Kindheit und Jugendjahre
Bereits als Vierjähriger zog Hölderlin im Jahr 1774 mit seiner Mutter nach Nürtingen, wo er prägende Jahre seiner Kindheit und Jugend verbrachte. Im ehemaligen Schweizerhof in der Neckarstraße, dem heutigen Hölderlinhaus, lebte die Familie 24 Jahre lang. Bis 2021 wird das gesamte Areal zu einem Bildungszentrum umgebaut, in das künftig auch eine Dauerausstellung zum bekannten Sohn der Stadt einziehen wird. Bis dahin widmen sich im Jubiläumsjahr zahlreiche Lesungen, Konzerte und Stadtführungen Hölderlins Leben und Wirken in Nürtingen. Dort besuchte er unter anderem die Lateinschule und verfasste sein vielleicht bekanntestes Werk, den Roman „Hyperion“. Hölderlin blieb seiner Heimatstadt zeitlebens eng verbunden und behielt bis zum Lebensende das Nürtinger Bürgerrecht.
www.nuertingen.de/hoelderlin2020

Tübingen: Runderneuerter Hölderlinturm
Wie keine andere Stadt steht Tübingen für das Leben und Leiden Friedrich Hölderlins. In der Universitätsstadt am Neckar verbrachte er mehr als die Hälfte seines Lebens, davon alleine 36 Jahre im später nach ihm benannten Turm. 1787 kam er in die Stadt, um am berühmten Evangelischen Stift Theologie zu studieren. Viele Jahre später wurde er gleich nebenan ins Universitätsklinikum eingewiesen, nachdem man bei ihm „Wahnsinn“ und „Raserei“ diagnostiziert hatte. Die psychiatrischen Behandlungen blieben ohne Erfolg. Im nahe gelegenen Turmhaus fand er 1807 seinen Rückzugsort, den er bis ans Lebensende kaum noch verlassen sollte. Heute bildet der Hölderlinturm gemeinsam mit der Neckarfront die Postkartenansicht der Stadt. Nach längerem Umbau öffnet er am 15. Februar 2020 mit einer neuen multimedialen Dauerausstellung wieder seine Türen. Im Zentrum steht dort Hölderlins Auseinandersetzung mit Sprache und Rhythmus. In der Ausstellung wird diese hör- und spürbar und für die Besucher zu einer körperlichen Erfahrung. In einem Sprachlabor kann man selbst mit Worten und Versen experimentieren. Erstmals wird auch der Garten des Turms einbezogen: Auf einer eigens konzipierten Gedichtlaufstrecke lässt sich Hölderlins Dichtkunst in Bewegung übersetzen.
www.tuebingen.de/hoelderlinturm

Stuttgart: Rezeptionsgeschichte im Hölderlin-Archiv
In die württembergische Residenzstadt zog es Hölderlin immer wieder, nicht zuletzt für Besuche bei Freunden und Wegbegleitern. Ab Juni 1800 hielt er sich für ein halbes Jahr in Stuttgart auf und erlebte hier eine äußerst schöpferische Phase. Heute erinnern an ihn nicht nur der Hölderlinplatz und ein nach ihm benanntes Gymnasium. Das Hölderlin-Archiv in der Württembergischen Landesbibliothek ist die zentrale Anlaufstelle für die internationale Erforschung des Dichters und seines Werks. Vom 21. April bis 15. August zeigt die Landesbibliothek die Ausstellung „Aufbrüche – Abbrüche. 250 Jahre Friedrich Hölderlin“. Im Fokus stehen Werke, die sich auf Hölderlins Stuttgarter Aufenthalte beziehen. Aber auch sein revolutionäres Umfeld und die Rezeptionsgeschichte werden thematisiert.
www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/hoelderlin-archiv/

Marbach: Hölderlin und die Sprachen der Poesie
Ob Hölderlin jemals in Marbach am Neckar war, ist in den Quellen nicht überliefert. Ein Teil seiner Handschriften hat jedenfalls im hier ansässigen Deutschen Literaturarchiv einen würdigen Rahmen gefunden. Dort ist er in bester Gesellschaft: Zu den Schriftstellern und Gelehrten, deren Nachlässe oder Manuskripte hier verwahrt werden, zählen Geistesgrößen wie Friedrich Schiller, Rainer Maria Rilke und Martin Heidegger. Im Jubiläumsjahr präsentiert das angegliederte Literaturmuseum der Moderne vom 19. März bis 29. November die Ausstellung „Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie“. Im Kern geht um die Frage, welche Spurens Hölderlins Sprache in der Literatur des 20. und 21. Jahrhundert hinterlassen hat. Neben Paul Celan werden unter anderen Hermann Hesse, Hannah Ahrend und Ingeborg Bachmann auf die Nachwirkung Hölderlins untersucht. Besucher der Ausstellung können dabei selbst experimentell erforschen, wie sie Hölderlin-Texte lesen und wie deren Poesie auf sie wirkt.
www.dla-marbach.de

Heidelberg: Jubiläumswochenende auf dem Musikfrachter
„Die Stadt gefiel mir außerordentlich wohl“, schrieb Friedrich Hölderlin einst an seine Mutter. Eines seiner berühmtesten Gedichte ist die Ode „Heidelberg“, deren Manuskript sich heute im Kurpfälzischen Museum der Stadt befindet. In der Hölderlin-Anlage am Philosophenweg ist die erste Strophe auf einem Gedenkstein zu lesen. Bis heute wird sein Andenken in der UNESCO City of Literature hochgehalten. Vom 20. bis 22. März feiert die Stadt ein umfangreiches Jubiläumswochenende mit zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen und Konzerten. Als einer der Höhepunkte wird der Musikfrachter BTHVN2020 vor der Alten Brücke anlegen. Er erinnert an den gleichaltrigen Jubilar Ludwig van Beethoven und wird ein Wochenende lang zur Bühne, um Friedrich Hölderlin zu feiern.
www.heidelberg-marketing.de

INFO
Viele weitere Ausstellungen, Orte und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sowie umfangreiche Informationen zu Friedrich Hölderlins Leben und Werk gibt es online unter www.hoelderlin2020.de.

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