Donnerstag, 16. Mai 2019

Hansjörg Jung: Weine Winzer Württemberg

Hansjörg Jung:
Weine Winzer Württemberg
Zwischen Heilbronner Land und Bodensee



Wein aus Baden-Württemberg. Manch ein Weinkenner lächelt da ein wenig und süffelt an seinem Barolo oder Bordeaux. Soll er doch, denkt sich da manch gestandener Württemberger, dann bleibt schon genug für uns übrig. Zum Beispiel der altbekannte Trollinger, den machen böswillige Geister gar nicht als richtigen Wein anerkennen wollen. Schön blöd …

Aber an Württemberg und Trollinger scheiden sich eben die Geister – dabei müssen sie es gar nicht.

Längst ist die Württemberger Traditionsrebe oft besser als ihr Ruf, und was sich in den letzten 30 Jahren in den Weinbergen zwischen Taubertal und Bodensee mit Riesling, Lemberger und Co getan hat, kann sich schmecken lassen. Doch das Anbaugebiet Württemberg lockt nicht nur mit seinen Weinen. Mehr und mehr rückt auch das touristische Potenzial des Neckars und seiner Nebenflüsse – von den Felsgärten bis zur Grabkapelle auf dem Württemberg – in den Mittelpunkt.

Wein gehört eben einfach dazu
In Württemberg gehört der Wein zur Alltagskultur. Was oft als Württemberger Weinwunder bezeichnet wird, ist vielmehr harte Arbeit und konsequentes Qualitätsstreben der Weingüter und Genossenschaften. Eine große Auswahl davon stellt Hansjörg Jung in seinem neuen Genussführer »Weine Winzer Württemberg« vor. In 55 kurzweiligen, unterhaltsamen Texten nimmt er Weingüter von Heilbronn bis an den Bodensee unter die Lupe, porträtiert deren Besitzer und berichtet von der Geschmacksnote der Erzeugnisse. Mit atmosphärischen Bildern fängt er gekonnt den besonderen Charme der Landschaften rund um die Weinberge ein, die immer einen Ausflug wert sind.

Als gestandener Journalist weiß der Autor, wie man seine Leser mitnimmt, wie man seine Texte spannend und unterhaltsam, gleichwohl aber überaus informativ gestaltet. So liegt hier keine reine Beschreibung von Weingut A bis Weingut Z vor, sondern ein unterhaltsames Buch, das man gut lesen kann, das man auch gerne liest. Nicht zuletzt das Einbeziehen der verschiedenen Personen in den Text lässt das Interesse wachsen. Texte wie die über die „Mutter der Genossenschaften“, die WGZ in Möglingen, den bekannten Weinhändler Bernd Kreis, den Bildhauer Karlulrich Nuss, Kessler-Sekt und Weinbaumuseen lenken den Blick auch etwas auf andere, aber mit dem Wein eng verwandte Gebiete und Themen.

Zum Autor:
Hansjörg Jung ist Redakteur bei der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung und hat ein ehrendes und verzehrendes Verhältnis zum Wein. Vertiefende Kenntnis und Passion vermittelte ihm vor allem sein Schwiegervater, der ehemalige Kellereidirektor der Württembergischen Weingärtner-_x000D_ Zentralgenossenschaft in Möglingen, Alfred Hoffmann. Seit rund 20 Jahren bearbeitet Jung journalistisch auch das Thema Genuss, was ihm Gelegenheit gibt, in die Weinbaugebiete des Landes zu fahren, über Wein zu reden, zu probieren und vor allem darüber zu schreiben.
Foto: privat

Hansjörg Jung: Weine Winzer Württemberg. Zwischen Heilbronner Land und Bodensee. 192 Seiten, zahlreiche Farbfotos, Format 17 x 24 cm, gebunden. Gmeiner Verlag, 2019. ISBN 978-3-8392-2391-8.
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Dienstag, 14. Mai 2019

hochgehberge: Eröffnung mit großem Fest und Prominenz

hochgehberge – 
hochgehen um runter zu kommen
Eröffnungsveranstaltung am 19. Mai 2019



Nun ist es endlich soweit, die "hochgehberge" werden mit einem großen Fest eröffnet.

SAVE THE DATE!
Es findet am 19. Mai 2019 rund um den Hohenneuffen statt. Geboten wird ein großes Programm mit geführten Wanderungen, vielen Aktionen, Informationen und mehr.

Das genaue Programm kann hier eingesehen werden: www.hochgehberge.de.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird reden und Dieter Buck wird am zentralen Stand der hochgehberge auf dem Weg zur Burgruine seinen neuen Wanderführer über dieses Gebiet vorstellen.

Hier geht’s zum Wanderführer: https://reisebuecherwanderfuehrer.blogspot.com/2019/03/dieter-buck-hochgehberge-zum.html




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Dieter Buck
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Freitag, 10. Mai 2019

EDEKA: schlechter Muttertagsscherz auf Kosten anderer


Man staunt, auf welche kuriosen, vielleicht muss man eher sagen abartige, Ideen manche Firmen und Agenturen kommen, um ihre Würstchen, Brötchen oder meinetwegen anlassbezogen Pralinenschachteln an den Mann zu bringen. Wobei „an den Mann“ hier der definitiv falsche Begriff ist.

EDEKA gehört von vielen schlechten Beispieln aktuell zu den schlechtesten. Denn der EDEKA-Werbespot zum Muttertag schockiert und setzt Väter auf diskriminierende Weise herab – alles verpackt mit der Stimme von Kindern. Dabei wäre es doch so einfach, die eigenen Leistungen von Müttern anzuerkennen

„Danke Mama, dass Du nicht Papa bist“ – mit dieser völlig verfehlten Werbebotschaft wollte der EDEKA-Konzern zum Muttertag gratulieren. In einem offenen Brief (https://vaeteraufbruch.de/uploads/media/EDEKA-SpotOffenerBrief1905.pdf) - bitte durch Kopieren aufrufen - wendete sich nun der gesamte Bundesvorstand des Vereins Väteraufbruch für Kinder e.V. an den Konzern, um sich über die diskriminierende und abwertende Darstellung von Vätern in dem Spot(t) zu beschweren. Viele Väter und auch Mütter hatten aufgrund des Spot(t)s bereits öffentlich zum Boykott von EDEKA-Märkten aufgerufen.

Besonders bedenklich findet der Verein, dass Kinder für die abwertende Darstellung der Väter instrumentalisiert wurden. „Wenn Kinder einen Elternteil ablehnen müssen, dann ist dies emotionale und psychische Kindesmisshandlung“ erklärt Markus Witt als Mitglied des Bundesvorstandes des Vereins. Kinder hierfür medial einzuspannen, sein eine nicht hinnehmbare Verfehlung von EDEKA und der von ihr beauftragten Agentur Jung von Matt.

Mütter leisten, genau wie Väter, einen eigenen, wichtigen Anteil für die Entwicklung der gemeinsamen Kinder. Diese Erziehungsleistung beider Eltern zu respektieren, sei nicht nur Anerkennung gegenüber dem anderen Elternteil, sondern vor allem auch der Respekt gegenüber den Kindern.

„Kinder lieben beide Eltern und sollten dies auch zeigen dürfen“ meint Witt. Neben der lächerlichen Darstellung von Vätern werden die eigentlichen Leistungen von Müttern in der Werbebotschaft in keiner Weise erwähnt. Mütter hätten mehr verdient als einen solchen Spot(t). Kindern wäre sicherlich mehr eingefallen als den Werbetextern, was sie an ihren Müttern schätzen.

Der Verein möchte daher zum Muttertag 2019 besonders den Müttern gratulieren, die es auch nach einer Trennung der Eltern schaffen, den Kindern einen positiven Kontakt zu beiden Eltern zu ermöglichen.

Der Verein setzt sich mit seinen rund 4.000 Mitgliedern seit über 30 Jahren bundesweit und ehrenamtlich dafür ein, dass Kinder auch nach einer Trennung den Kontakt zu beiden, für das Kind wertvollen und wichtigen, Eltern behalten.

PS: Von einer Entschuldigung oder gar Wiedergutmachung seitens EDEKA oder der Werbeagentur ist mir bis heute (11.05.) nichts zu Ohren gekommen. Vielleicht gehe ich künftig auch lieber zu einem anderen Supermarkt. Die Auswahl hat man ja.

Weitere Informationen:
Väteraufbruch für Kinder e.V.: www.vaeteraufbruch.de
Der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) ist der mitgliederstärkste bundesweit vertretene Interessenverband für Väter-, Kinder- und Familienrechte mit knapp 4.000 Mitgliedern in rund 100 Kreisvereinen und lokalen Ansprechpartnern, darunter 10 % Frauen.

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Dieter Buck
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Mittwoch, 8. Mai 2019

Architektur: Kontroverse Bauprojekte


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Neun kontroverse Bauprojekte in Baden-Württemberg
 

 Stuttgart: Stadtbibliothek; Bildnachweis: TMBW / Jochen Tack
  
Große Bauprojekte prägen das Erscheinungsbild unserer Städte und sind damit wichtige Weichenstellungen für die Zukunft. Kein Wunder, dass viele von ihnen bereits bei der Entstehung für Zündstoff sorgen. 

Wir zeigen neun Beispiele aus Baden-Württemberg, die teils heftige Diskussionen ausgelöst haben.

Museum Frieder Burda Baden-Baden: Architekt mit Kultstatus
Der amerikanische Architekt Richard Meier hat zuvor bereits das Getty-Center in Los Angeles und das Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona entworfen. Seinen weißen Bau an Baden-Badens Lichtentaler Allee vergleicht der Meister mit einer „transparenten Villa“. Für Zoff sorgte die Verknüpfung von Mäzenatentum und staatlicher Kunstförderung: Die gläserne Brücke zwischen Kunsthalle und Burda-Museum wurde zum Symbol der Querelen. Heute besitzt das Museum weltweite Strahlkraft. Besucher kommen nicht nur wegen der Kunst, sondern auch wegen der Architektur. Sie ist großzügig, aber nicht protzig und hat eine einladende Atmosphäre.
www.museum-frieder-burda.de

Universitätsbibliothek Freiburg: Ein Hingucker
In der Fassade der Unibibliothek (UB) spiegelt sich die Stadt: Die Bibliothek liegt wie ein geschliffener schwarzer Diamant zwischen Stadttheater, dem alten Kollegiengebäude und dem Synagogenplatz. Und neben der mittelalterlichen Münsterromantik kann sich die Stadt jetzt sogar über einen gelungenen Bilbao-Effekt freuen. Doch das Gebäude sieht zwar schillernd aus, hat aber seine Schattenseiten. Lacht in Freiburg die Sonne, kann es gefährlich werden. Dann bringt ihr Licht die futuristische Glasfassade zum Strahlen, und nicht nur Autofahrer werden geblendet. Da hilft nur eins: Vorhang runter. Im Inneren sind alle Ebenen der UB perfekt durchdacht. 1.200 Arbeitsplätze verfügen über Sicherheitsschlösser für Laptops und gutes Licht. Im Lounge-Bereich stehen Designersessel. Lernen kann so schön sein.
www.ub.uni-freiburg.de

Bahnstadt Heidelberg: Größte Passivhaussiedlung der Welt
Das Projekt ist spektakulär. Mitten in Heidelberg entstehen Wohnungen und Arbeitsplätze für über 10.000 Menschen auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Als größte Passivhaussiedlung der Welt hat die Bahnstadt Modellcharakter weit über Deutschland hinaus. Im Alltag könnte es für die Bewohner des nachhaltigen Stadtentwicklungsprojekts (die Häuser haben einen um 50 bis 80 Prozent niedrigeren Energiebedarf als herkömmliche Bauten) Probleme geben, etwa beim Lüften. Fenster aufreißen kann kontraproduktiv sein. Die Häuser haben ein kompliziertes Belüftungssystem, brauchen aber keine klassische Heizung. Dafür ist die Vielfalt der Gebäudetypen umso eindrucksvoller: Die Bahnstadt bietet Wohnraum und Wohnlösungen, die so individuell wie ihre Bewohnerinnen und Bewohner sind.
www.heidelberg-bahnstadt.de

Experimenta Heilbronn: Schön verdreht
Der Bau ist eine Skulptur aus Glas und Stahl. Prägnantes Element ist die „Raum-Spirale“, die sich auf fünf Ebenen durchs Gebäude zieht und die einzelnen Bereiche verbindet. Seit der Eröffnung von Deutschlands größtem Science-Center im März 2019 bietet sich von der Dachterrasse ein einzigartiger Blick auf die Bundesgartenschau. Und wo früher Konkurrenz war, herrscht heute Einigkeit: Buga und Experimenta bringen Heilbronn zum Leuchten. Zu den Highlights der Experimentierwelt zählen neun Labore, ein Maker Space, vier Themenwelten, vier Talentschmieden, eine Experimentalbühne, eine Sternwarte und ein Science Dome – die Kuppel der Superlative.
www.experimenta.science

Platz der Grundrechte in Karlsruhe: In bester Verfassung
Recht und Gerechtigkeit, was bedeuten sie für den Einzelnen, was für die Demokratie? Auf 48 Schildern installierte der Künstler Jochen Gerz prägnante und zugleich höchst unterschiedliche Aussagen zum Thema. Doch die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Problematisch sei nicht die Arbeit des Künstlers, sondern die teils unpassenden Standorte der Metallstelen. So verstellten sie zum Beispiel den Blick vom Marktplatz auf das Schloss. Außerdem, so die Kritiker, behinderten sie den Radverkehr. Das ungewöhnliche Kunstwerk wurde 2005 eingehweiht und ist ein Geschenk zum 50-jährigen Bestehen des Bundesverfassungsgerichts. Auch in diesem Jahr – 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes – helfen die Schilder, ein sperriges Thema für die breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen.
www.karlsruhe.de

Neue Kunsthalle Mannheim: Kunst im Quadrat
Stadt in der Stadt lautet das Konzept und ist zugleich Einladung in eine weitläufige, helle Architektur. Um das 22 Meter hohe, lichtdurchflutete Atrium gruppieren sich auf drei Ebenen 13 Ausstellungskuben. Mit dem Metallgewebe an der Außenfassade kann sich jedoch nicht jeder anfreunden. Und überhaupt: Der „Kunsttempel“ bilde einen zu starken Kontrast zum Jugendstilensemble rund um den Wasserturm – so die Kritiker. Andere schätzen die Zurückhaltung des Gebäudes. Dank spannender Sichtachsen können sich die Besucher durch den spektakulären Bau treiben lassen. Ihr Weg führt über Galerien, Brücken und Terrassen in Räume, in denen die Kunst präsentiert und nicht zelebriert wird.
www.kuma.art

Technisches Rathaus Pforzheim: Ikone des Wiederaufbaus
Das 1957 von Hans Schürle entworfene Technische Rathaus zählt zu den besten Nachkriegsbauten der Stadt. Ärger gab es erst Jahrzehnte nach seiner Erbauung, als das Gebäude einem Shopping-Center weichen sollte. Die Kosten für eine Renovierung erschienen der Verwaltung nämlich zu hoch, sie propagierte einen Abriss. Bürger warfen den Verantwortlichen vor, sie seien dabei, „ihr Tafelsilber in der Tonne zu entsorgen“. Im Zweiten Weltkrieg hatte Pforzheim 80 Prozent seiner Gebäude im Zentrum verloren. Statt auf historische Rekonstruktionen setzte man auf Neubauten. Heute ist die Stadt geprägt von der Architektur des Wiederaufbaus in den Fünfzigerjahren.
www.pforzheim.de

Stadtbibliothek Stuttgart: Schöner Lesen
Von außen wirkt das Gebäude wie ein schlichter Würfel. Innen jedoch erstrahlt es ganz in Weiß mit einem Aufbau, der an eine Pyramide erinnert. Farbe und Leben bringen Bücher und Besucher in den Bau. Während der Bauphase gingen die Meinungen in der Bevölkerung stark auseinander. Viele sprachen von „Bücherknast“ oder „Stammheim II“. Heute zählt die Stadtbibliothek zu den ganz Großen ihrer Zunft. Laut der Wochenzeitschrift „Time“ gehört sie – als einzige in Deutschland – zu den 20 schönsten der Welt. Nicht nur Bücher-, auch Architektur-Fans sind begeistert. Über neun Stockwerke erhebt sich das Bauwerk des Kölner Architekten Eun Young Yi in den Himmel. Auch bei Dunkelheit verzaubert das Juwel am Mailänder Platz. Dann leuchtet seine Fassade in tiefblauem Glanz.
www.stuttgart-tourist.de/a-stadtbibliothek-stuttgart

Stadthaus Ulm: Tradition trifft Moderne
Die makellos geometrische, weiß verputzte „Bauskulptur“ befindet sich in direkter Nachbarschaft zum spätgotischen Ulmer Münster. Über 100 Jahre rang Ulm um die Gestaltung des Münsterplatzes. Der Bauplatz galt als „einer der heikelsten in der Bundesrepublik“. Als sich die Stadt 1986 für den Entwurf des New Yorkers Richard Meier entschied, brach ein Sturm der Entrüstung los – sollte die Kathedrale den Platz doch weiterhin allein dominieren. Drei Jahrzehnte später ist das Stadthaus ein internationaler Markstein moderner Architektur und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Es bietet Raum für Ausstellungen und eine Tourist-Information. Der Bau des Hauses war die Initialzündung für die Umgestaltung der Neuen Ulmer Mitte.
www.stadthaus-ulm.de

Dieter Buck
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