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Mittwoch, 20. November 2024

Vincent Klink: Mein Schwaben

 Vincent Klink:

 Mein Schwaben

Leben und Speisen im Ländle des Eigensinns



Vincent Klink, wer kennt ihn nicht, den Ausnahmekünstler, von dem man meint, er könne fast alles: Malen, musizieren, fotografieren, schreiben – und natürlich kochen wie ein junger Gott?

Nach seinen Abstechern nach z.B. Wien und Venedig porträtiert er nun sein Heimatland Schwaben – ein Heimspiel bei gutem Essen.

Buttenhausen, Pfullingen, Biberach, Beutelsbach, Tiefenbronn, Lauffen am Neckar, Steinheim an der Murr – wer Schwaben verstehen will, der muss über die Lande fahren. Es sind die kleinen Ortschaften, die Flüsse und Täler, die Höhenzüge der Schwäbischen Alb und die vielen bürgerlichen Gasthäuser, die das Grundrauschen jener Kulturlandschaft erzeugen, die Vincent Klink in diesem Buch mit großer Begeisterung und dem ihm eigenen Sinn für Humor besingt.

«Schwäbischer Philosoph und Schaffer am Herd.»  

Stuttgarter Zeitung

In kleinen und größeren Ausflügen durchstreift er seine Heimat innerhalb der Grenzen des alten Herzogtums, spaziert durch die Provinz und die Städte, durch Tübingen, Ulm und Stuttgart – das Zentrum der Schwabologie.

Er trifft dabei auf ursteinzeitliche Löwenmenschen und schwäbische Tüftler der Gegenwart, präsentiert bekannte und weniger bekannte Künstler und Dichter, Erfinder und Protagonisten der schwäbischen Geschichte. Immer wieder kehrt er zur Stärkung in eine Wirtschaft ein – wird gut sein, so lange es sie noch gibt – und gibt Einblicke in die ebenso bodenständige wie köstliche Küche seiner

Schreiben kann er. Er schreibt kenntnisreich, witzig und amüsant und immer auf den Punkt. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, würde man sein Buch am liebsten in einem Zug durchlesen. Man erfährt Persönliches, Wissenswertes und sonstwie interessantes. Vieles, das man vielleicht schon weiß, aber gerne noch einmal aus begnadeter Feder wieder liest, vieles aber, das man noch nicht wusste. Mein Gott, wo bringt der Mann die Zeit her, um so viel Wissen in sich anzusammeln?

Auch wer in Klinks Fußstapfen treten will, ist mit diesem Buch gut bedient, sind doch immer wieder Rezepte eingestreut. Auch so kann man sich dem Meister nähern.

Zum Autor:

Vincent Klink, geboren 1949, betreibt in Stuttgart das Restaurant Wielandshöhe. In der verbleibenden Zeit musiziert er, widmet sich Holzschnitten, malt und pflegt seine Bienen. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter «Sitting Küchenbull» (2009) , «Ein Bauch spaziert durch Paris» (2015) und «Ein Bauch lustwandelt durch Wien» (2019). Zuletzt erschien von ihm «Ein Bauch spaziert durch Venedig» (2022). 

Vincent Klink: Mein Schwaben. 320 Seiten, vom Autor handcolorierte Fotos, Größe (L/B/H) 207/132/27 mm, mit Lesebändchen. Rowohlt, Hamburg, 2024. ISBN 978-3-498-00310-4. 28 € (gebunden), 23,99 (E-Book)

Dieter Buck

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Donnerstag, 18. Februar 2021

Liebliches Taubertal: Auch eine große Biergegend

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Auch für Bierliebhaber ein interessantes Terrain

Brauereien im Taubertal: Prämiert, geschichtsträchtig und vielseitig

 


Als Weingegend mit drei deutschen Anbaugebieten ist das „Liebliche Taubertal“ bekannt. Doch auch Bierliebhaber kommen in der Ferienlandschaft an Tauber und Main auf ihre Kosten.

Für hohe Qualität ausgezeichnet

Als erfolgreichste Brauerei Europas darf sich etwa die Distelhäuser Brauerei aus Tauberbischofsheim-Distelhausen rühmen. Sie wurde im November 2020 beim weltweit bedeutenden Qualitätswettbewerb des Verbands der Privaten Brauereien Bayern, dem European Beer Star, mit drei Gold- und zwei Bronzemedaillen ausgezeichnet. Distelhäuser Dinkel, Weizenbock und das Jubiläumsbier „350 Jahre Klosterbrauerei Bronnbach“ erhielten hier Gold.

Auch in den vergangenen Jahren waren die Biere der Distelhäuser Brauerei immer wieder mit dem European Beer Star ausgezeichnet worden. Mit 2.036 Bieren aus 42 Ländern aller Kontinente verzeichnete der Wettbewerb 2020 im schwierigen Corona-Jahr eine weltweit einmalig hohe Teilnehmerzahl. Eine 66-köpfige Jury – Braumeister, Biersommeliers und ausgewiesene Bierkenner – haben in Gräfelfing in einer zweitägigen Blindverkostung die Gold-, Silber und Bronzemedaillen in 70 Bierstilen ermittelt.

Moderner Betrieb mit historischer Bedeutung

Mit „Leib und Seele“ stehen Inhaber und Mitarbeiter hinter ihrer Herbsthäuser Brauerei in Bad Mergentheim-Herbsthausen. Das Reinheitsgebot beginnt für den Betrieb in der Region: Braugetreide wird nach den strengen Richtlinien des kontrollierten Landbaus bewirtschaftet. Die Braugerste wird zu 100 Prozent aus der Region bezogen.

Die Chronik der Herbsthäuser Brauerei reicht zurück auf den erstmals 1581 urkundlich erwähnten Gasthof „Zur Schwane“. Zur bewegten Geschichte dieses Gebäudes gehört unter anderem die Schlacht bei Herbsthausen am 5. Mai 1645, im Dreißigjährigen Krieg. Einer der häufig wechselnden Besitzer des Hauses war Johann Friedrich Mayer, der als Reformator der Landwirtschaft in Hohenlohe gilt. 1875 gelangte der Gasthof „Zur Schwane“ in das Eigentum der Familie Wunderlich. Sie baute bis heute die Braustätte systematisch zum modernen mittelständischen Unternehmen aus. Mit dem Einbau einer Roboter Be- und Endpalettierung im Jahr 2021 schaut die Herbsthäuser Brauerei bezüglich Corona positiv in die Zukunft und hofft, dass wieder viele Feste stattfinden können, insbesondere das beliebte Herbsthäuser Bockbierfest rund um Himmelfahrt.

Vielseitiges Angebot für Bierfreunde

Als eine der schönsten Privatbrauereien in Deutschland – weil mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattet – bezeichnet sich die Landwehr-Bräu in Reichelshofen, unweit Rothenburg ob der Tauber. Die Nähe zur Autobahn A7 macht den Betrieb schnell erreichbar. Neben Brauerei und Brauereigasthof hat er noch ein Hotel, ein Bräustüble, einen Brauereigarten und einen Hopfengarten zu bieten.

Das Brauwesen auf dem Areal der Landwehr-Bräu kann bis ins Jahr 1755 zurückverfolgt werden. Der moderne Betrieb hat sich mit Leib und Seele der fränkischen Bierkultur verschrieben. Brauereibesichtigungen mit Bierprobe finden immer donnerstags und samstags statt. Außerdem kann ein Erlebnis "Landwehr-Bräu" mit zwei Übernachtungen gebucht werden.

Als Saisongetränke werden zwei Winterbiere Landwehr-Bräu Rotfränkisch und Landbock Hell angeboten. Doch es gibt noch mehr Besonderes: Bierlikör etwa, Bockbier- und Rotbierschnaps, aber auch Biersenf und Biergelee.

Mit dem „Lieblichen Taubertal“ sind die drei Brauereien nicht nur über das kulinarische Profil der Ferienlandschaft verbunden. Zum 30 Routen umfassenden Portfolio an Rundtouren gehören drei Bierwanderwege, die jeweils den genannten Betrieben zugeordnet sind.

Das Jubiläum „70 Jahre Liebliches Taubertal“ unterstützen zudem die Distelhäuser Brauerei und die Herbsthäuser Brauerei mit speziellen Bierdeckelserien zum Radeln und Wandern.

Foto: Tourismusverband Liebliches Taubertal/Thomas Weller

Hier können Sie in Instagram einen Film des Lieblichen Taubertals zum Thema Kulinarik ansehen:

https://www.instagram.com/p/CLbwpUNCwGW/

Literatur:

Dieter Buck: Genießertouren. Ins liebliche Taubertal. Silberburg-Verlag. Tübingen

Hier der Link zum Buch:

https://verlagshaus24.de/geniessertouren-ins-liebliche-taubertal

 

 

 

Dieter Buck: Radeln im Lieblichen Taubertal. Silberburg-Verlag. Tübingen

Hier der Link zum Buch:

https://verlagshaus24.de/geniessertouren-ins-liebliche-taubertal

 


 

Dieter Buck: Best of Liebliches Taubertal - Die 50 schönsten Ziele entlang der Weinstraße. J. Berg Verlag, München

Hier der Link zum Buch:

https://verlagshaus24.de/search?sSearch=Taubertal


Information:

Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V.

Gartenstraße 1

97941 Tauberbischofsheim

Telefon +49 9341 825806  

Telefax +49 9341 825700

www.liebliches-taubertal.de

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Dieter Buck

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Montag, 15. Juli 2019

Erfunden in Mannheim: Spaghettieis in Baden-Württemberg

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Heiß auf Eis
 Deutschlands Süden feiert
50 Jahre Spaghettieis
 

Ein Klecks Erdbeersoße darf nicht fehlen:
Spaghettieis bei Fontanella in Mannheim; Bildnachweis: TMBW / Düpper


 
Ein erfrischender Sommer-Klassiker aus Baden-Württemberg feiert runden Geburtstag: 1969 entwickelte Dario Fontanella in der gleichnamigen Mannheimer Eisdiele das Spaghettieis, das ein halbes Jahrhundert später aus deutschen Eisdielen nicht mehr wegzudenken ist.

Wir nehmen das süße Jubiläum zum Anlass, um ungewöhnliche Eisdielen und kreative Eismacher in Deutschlands Süden vorzustellen.

Mannheim: Zu Gast beim Gelato-Tüftler
Nicht Rom, nicht Mailand, nicht Venedig: In Mannheim entstand vor genau 50 Jahren mit dem Spaghettieis die hierzulande wohl bekannteste Eisspezialität. Als Vorbild für seine Kreation nennt Dario Fontanella den Dessert-Klassiker Montebianco. Statt Maronencreme drückte der Gelato-Tüftler Vanilleeis durch eine Spätzlepresse. Erdbeersoße und weiße Schokoraspeln dazu, fertig war das erste Spaghettieis. Manche Kinder sollen damals geweint haben, weil sie keine Nudeln, sondern Eis bestellt hatten. Doch was anfangs irritiert hat, ist heute ein Verkaufsschlager weit über Baden-Württemberg hinaus. Das Original gibt es nach wie vor im Mannheimer Stammhaus der traditionsreichen Eisdiele.

Heilbronn: Eishandwerk an der Neckarmeile
In Heilbronn sorgt aktuell nicht nur die Bundesgartenschau für reichlich Aufbruchstimmung. Auch kulinarisch tut sich in der Stadt gerade einiges. Zu den kreativen Neugründungen gehört die Eisdiele Primafila, die seit 2016 scharenweise Naschkatzen ins Marrahaus an der Neckarmeile lockt. Bei der Entwicklung neuer Sorten beziehen die Eismacher Alessio Covato und Simon Schmidt Zutaten aus der ganzen Welt, von Vanille aus Madagaskar bis zu Guave aus Kolumbien. Zuhause in Heilbronn entstehen daraus handwerklich hergestellte Eisspezialitäten.

Kirchberg an der Jagst: Heumilcheis im Schlosshof
Stolze Bauern und kreative Erzeuger arbeiten im ländlich geprägten Hohenlohe traditionell Hand in Hand. Das gilt auch für Nina und Klaus Sohl, die in ihrer Eismanufaktur feinste Heumilch verarbeiten, ausschließlich in Demeter-Qualität. Bei so viel Liebe zur Kuh kann der Name der Manufaktur nicht überraschen: „Moo“. Ähnlich ausgefallen sind auch die Eissorten, die hoch über der Jagst in Schloss Kirchberg produziert und verkauft werden. Von heimischer Schlossminze bis zu exotischem Ayurveda bleiben hier keine Wünsche offen.

Karlsruhe: Vom Tellerwäscher zum Eiskünstler
Als Thavakumar Maniam vor vielen Jahren vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Karlsruhe floh, war seine Erfolgsgeschichte alles andere als absehbar. Nach Anfängen als Tellerwäscher arbeitete er mehr als 15 Jahre in einer traditionsreichen Eisdiele. Dort entstanden seine Leidenschaft fürs Eismachen und sein Traum vom eigenen Eiscafé. Mit dem „Arte Dolce“ ging dieser in Erfüllung. Begeistert sind inzwischen nicht nur die Karlsruher, sondern auch das Magazin „Der Feinschmecker“, das sein Café als eine der 40 besten Eisdielen Deutschlands auswählte.

Stuttgart: Anlaufstelle für Schleckermäuler
Stuttgarter Eisfans pilgern seit 2017 in den Osten der Stadt, wo Joëlle Massen und Fabiano Arganese eine ehemalige Bäckerei in ihre “Schleckerei” verwandelten. Von der früheren Nutzung ist lediglich die Brezel am Türknauf geblieben, heute laden zarte Pastelltöne zum Eis-Schlecken ein. Die Auswahl der hausgemachten Milcheis- und Sorbetspezialitäten wechselt jede Woche. Vor allem bei den veganen und laktosefreien Sorbets kennt die Kreativität keine Grenzen: Von Avocado-Limette bis Ananas-Kalamansi-Zitronenmyrte dürfte für jeden Gaumen etwas dabei sein.

Bad Friedrichshall: Eis direkt vom Bauernhof
Ständig schrumpfende Milchpreise brachten Marliese Schmidt einst auf die Idee, die auf dem Hof produzierte Milch gleich selbst zu verarbeiten. So wurde aus der Bauersfrau eine erfolgreiche Eismacherin. Im Hofladen gibt es heute eine breite Auswahl an Sorten in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Noch immer werden ausschließlich Milch und Sahne von eigenen Kühen verarbeitet. Der neueste Clou: ein Eis-Automat, der die Liebhaber des Bauernhof-Eises rund um die Uhr mit Eisspezialitäten versorgt.

Heidelberg: Konsequente Bio-Qualität
Wer auch beim Eisgenuss auf ökologische Herstellung setzt, ist in der Heidelberger Weststadt gut aufgehoben. Die Bio-Eismanufaktur verarbeitet ausschließlich Zutaten in Bio-Qualität und darf daher selbst das EU-Bio-Siegel führen. Bei der nachhaltigen Produktion der rund 120 verschiedenen Eissorten gibt es keine Kompromisse. Auf künstliche Farb- und Zusatzstoffe wird komplett verzichtet. Ebenso konsequent gestaltet sich der Vertrieb: Neben dem Eiscafé lassen sich die Eiskreationen auch an einem mobilen Bio-Eis-Bike kaufen, das klimaneutral in der Stadt unterwegs ist.

Ravensburg: Eis-Rebellin in Oberschwaben
Sie bezeichnet sich selbst als Eis-Rebellin und blickt gemeinsam mit ihrem Mann Carlo auf 20 Jahre Eismacher-Handwerk zurück: Gerlinde Schöck-Fadda hat sich mit ihrer Ravensburger Schokoladen-Manufaktur als eine der ersten Frauen in der einstigen Männerdomäne einen Namen gemacht. Im Laufe der Jahre entwickelte sie mehr als 80 verschiedene Sorten und begeisterte ihre Kunden mit immer wieder neuen Kreationen. Inzwischen setzt die Manufaktur mit eigenem Laden verstärkt auf vegane Produkte. Nicht nur beim Eis, sondern auch bei den Schokoladen-Spezialitäten.

Freiburg: Minimalismus im Eiscreme-Start-up
Sie ist der jüngste Neuzugang in dieser Übersicht und so etwas wie ein Gelato-Start-up: 2018 gründete Simon Spillmann die Freiburger Eismanufaktur im Stadtteil Herdern und machte sie in nur einem Jahr zum Treffpunkt mit Kultstatus. Improvisierter Minimalismus ist hier Teil des Konzepts, der Tresen selbst gezimmert und die Pappbecher von Hand gestempelt. Keine Kompromisse gibt es bei der Qualität der Inhaltsstoffe: Milch aus dem Schwarzwald, natürliche Zutaten und keinerlei künstliche Zusätze. Entsprechend überschaubar ist die Auswahl der Sorten, die dafür täglich frisch produziert werden.

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